Am Freitag treffen Karneval und Vussball wieder aufeinander – für jedes Alaaf soll es bei diesem Flutlichtspiel einen Punkt geben. Gegner ist Erzgebirge Aue – die Veilchen kämpfen mit einem neuen Trainer gegen das Abstiegsgespenst.
„Die Null steht“ gilt sowohl für Viktoria als auch für Aue im Hinblick auf das vergangene Wochenende. Weitere Parallelen: Für beide ging es gegen Mannschaften, die überraschend gegen den Abstieg kämpfen; beide hatten gute Chancen auf einen Sieg. Nun reisen die Veilchen nach Höhenberg.
Vergangene Woche hat der FCE mit Christoph Dabrowski einen neuen Trainer vorgestellt. Der Ex-RWE-Coach soll den langjährigen Zweitligisten vor dem Abstieg in die Regionalliga bewahren. Auch nach dem 0:0 am Wochenende gegen Saarbrücken stehen die Erzgebirgler auf dem 17. Platz – und damit auf dem ersten direkten Abstiegsplatz.
Seit dem fünften Spieltag pendelt Aue zwischen Platz 16 und 18. In der vergangenen Spielzeit reichte es für Platz 13; die Rückkehr in die 2. Bundesliga ist in weiter Ferne. Dabei war Aue von 2003 bis 2022 in 16 von 19 Saisons fester Bestandteil des Unterhauses. Im Kalenderjahr 2026 warten die Sachsen noch auf den ersten Erfolg.
Im Dezember blieb man ungeschlagen (Remis gegen Ingolstadt und Duisburg, 4:0 gegen Schweinfurt), dann kam die Winterpause. Drei Niederlagen zum Jahresauftakt in Rostock (1:2), gegen Ulm (0:3) und in Havelse (1:3) bedeuteten das Ende für Trainer Jens Härtel. Dabrowski als sein Nachfolger auf der Bank fuhr zuletzt zumindest den ersten Punkt im neuen Jahr ein.
Beim Aufeinandertreffen in der Hinserie war Aue ebenfalls nicht mit Glück gesegnet. Trotz vieler Chancen in Durchgang eins kam der FCE nicht an Dudu vorbei, stattdessen trafen Leonhard Münst (20. Minute) und Tim Kloss (44.) für Viktoria noch vor der Pause. Kurz vor Schluss legte Benjamin Zank den 3:0-Endstand nach (86.).
Auch an die bisherigen Reisen nach Köln dürfte man im Erzgebirge wenig gute Erfahrungen haben: 2022 gewann Viktoria in Überzahl dank später Tore von André Becker, Paco Koronkiewicz und Kevin Lankford. Beim Aufeinandertreffen 2023 sah Aue aus wie der sichere Sieger, ehe André Becker in der 93. Minute den Viktoria-Ausgleich erzielte. Auch 2024 blieben die Veilchen in Höhenberg erfolglos, Enrique Lofolomo und Malek El Mala waren die Torschützen in der Vorsaison.
Marian Wilhelm kann im Vergleich zum torlosen Remis in Regensburg wieder auf Vizekapitän Lars Dietz bauen. Der Innenverteidiger hat seine Gelbsperre abgesessen und ist wieder eine Option für die Startelf. Wie schon beim Heimspiel-Auftakt 2026 gegen Saarbrücken (2:0) wollen die Viktoria-Profis auch am Freitag wieder zur „Karnevalsmaus“ den Heimsieg feiern. Dabei freuen sie sich wieder auf tollen Support von den Rängen.





