Viktoria Köln besiegt beim Jahresausklang den Tabellennachbarn und erreicht Hinrundenrekord mit 29 Punkten.

Vor dem Spiel: Nach einer längeren Durststrecke und einem torreichen Auftritt gegen den FC Erzgebirge Aue trat der SV Sandhausen die Reise zum Sportpark Höhenberg an. Viktoria Köln hingegen blickte auf eine erfolgreiche Saisonphase zurück – sowohl in der Liga als auch im Bitburger-Pokal – und hatte das klare Ziel, die letzten drei Punkte des Jahres einzufahren, um mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen.

Veränderungen: Serhat-Semih Güler, Donny Bogicevic und Albion Vrenezi rotierten für Lex-Tyger Lobinger, Bryan Henning und Niklas May in die Startelf. Lex-Tyger Lobinger fehlte im Kader aufgrund einer Gelbsperre. 

Verlauf des Spiels: Die Gäste aus Sandhausen begannen die Partie schwungvoll und hatten in den ersten Minuten die besseren Ansätze. Bereits in der 2. Minute musste Kölns Torhüter Dudu einen ersten Distanzschuss von Ehlich entschärfen. Die Kölner fanden nach einigen nervösen Momenten jedoch besser ins Spiel und übernahmen ab der 10. Minute die Kontrolle. El Mala hatte die erste gute Möglichkeit der Hausherren in der 18. Minute, doch Sandhausens Debüt-Torhüter Idjakovic zeigte eine starke Reaktion.

Die Viktoria dominierte nun, ließ jedoch die Effizienz vor dem Tor vermissen. Vrenezi traf in der 62. Minute nur die Latte, und auch El Mala scheiterte in der 73. Minute freistehend am starken Sandhäuser Keeper. Sandhausen konnte offensiv kaum Akzente setzen, da die Kölner Defensive um Sticker und Greger konzentriert arbeitete.

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst hielt Dudu mit zwei herausragenden Paraden die Kölner Führung fest: Zunächst fischte er einen Schuss von Greil aus dem Winkel (90+4), dann parierte er einen Kopfball von Lorch aus kürzester Distanz (90+3).

In der 90+6. Minute sorgte schließlich Güler für die Entscheidung. Nach einem Konter setzte Schulz den Stürmer mit einem präzisen Pass in Szene. Güler überlief seinen Gegenspieler Lewald und brachte den Ball aus spitzem Winkel an Idjakovic vorbei. Der Keeper versuchte noch, den Ball von der Linie zu kratzen, doch der Treffer zählte – 2:0 für Viktoria!

Vorausblick: Die Jungs von der Schäl-Sick verabschieden sich nun in die Winterpause, bevor es in der Rückrunde der 3. Liga und im Viertelfinale des Bitburger-Pokals weitergeht.

Viktoria-Aufstellung: Dudu – Lars Dietz (16. Kwabe Schulz), Christoph Greger, Jonah Sticker – Simon Handle, Enrique Lofolomo (53. Minute rote Karte), Florian Engelhardt, Albion Vrenezi (84. Robin Velasco) – Donny Bogicevic (69. Kevin Pytlik), Said El Mala (84. Patrick Koronkiewicz) – Serhat-Semih Güler

Tore: 1:0 Serhat-Semih Güler (59.), 2:0 Serhat-Semih Güler (90. + 6.)

Zuschauerzahl: 3.652

Viktoria – das V steht für Vussball!  

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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