Zwei Platzverweise, ein Tor: Paco sichert Viktoria ersten Dreier

Paco sei Dank! Viktoria Köln holt die ersten drei Punkte der neuen 3. Liga-Saison im ersten Heimspiel. Den entscheidenden Treffer erzielte Patrick Koronkiewicz in der 78. Minute. Kurz vor Schluss der ersten Halbzeit musste Christoph Greger das Feld gelbrot verwarnt verlassen, Sebastian Mrowca auf Wiesbadener Seite machte es ihm in Minute 70 gleich. „Ich weiß, dass ich eine ganz besondere Mannschaft habe“, sagte Cheftrainer Olaf Janßen auf der Pressekonferenz anschließend.  

Im Vergleich zur 1:3-Niederlage in Mannheim am ersten Spieltag veränderte Olaf Janßen seine Startformation auf zwei Positionen: Für Youssef Amyn und Seokju Hong rückten Kapitän Marcel Risse und Neuzugang Robin Meißner in die erste Elf.

Die neu formierte Offensive der Viktoria sorgte prompt für Gefahr: Keine 180 Sekunden gespielt, wurde der erste Abschluss von Kevin Lankford auf der Linie geklärt (3.). Ähnlich nah kamen die Wiesbadener dem Kölner Tor durch einen Kopfball von Sam Iredale, doch der überragende Ben Voll streckte sich und verhinderte das 0:1 (13.). So auch zehn Minuten später: „Voll pariert Weltklasse“ tickerte der Kicker. Aus fünf Metern kam Benedict Hollerbach zum Kopfball, auf der Linie konnte die neue Nummer 1 den Ball von der Linie kratzen (23.). Kurz vor Schluss dann ein Aufreger: Nach einem Foul an Goppel sah Christoph Greger seine zweite Gelbe Karte, die Viktoria nun in Unterzahl (45.).

Zur Pause reagierte Janßen, brachte Hamza Saghiri und Jamil Siebert für Marcel Risse und David Philipp, stellte auf Dreierkette um (46.). In der Folge fand das Spielgeschehen fast ausschließlich im Mittelfeld statt, Strafraumszenen gab es wenige. Janßen wechselte erneut, Simon Handle und Simon Stehle kamen für Robin Meißner und Kevin Lankford (63.). Nachdem die Gelbrote Karte für den Wiesbadener Sebastian Mrowca wieder für Gleichzahl sorgte (70.), erzielte Patrick Koronkiewicz das entscheidende Tor des Tages: Nach Zuspiel von Patrick Sontheimer kam Paco im Strafraum zum Abschluss, aus 10 Metern entschied der Rechtsverteidiger das erste Heimspiel der Saison 2022/23 (78.). Zum Ende der vierminütigen Nachspielzeit durfte Paco sich feiern lassen, der Wechsel von Florian Heister für Koronkiewicz war die letzte Aktion des Spiels (90.+4.).

Weiter geht es für die Mannschaft von Olaf Janßen bereits am Dienstag, dann geht es auswärts zu Aufsteiger Rot-Weiss Essen. Zwar ohne den gesperrten Christoph Greger, aber mit drei Punkten im Gepäck!

Aufstellung Viktoria Köln: Ben Voll – Patrick Koronkiewicz (90.+4. Florian Heister), Lars Dietz, Christoph Greger, Niklas May – Moritz Fritz – Patrick Sontheimer – Marcel Risse (46. Jamil Siebert), Kevin Lankford (63. Simon Handle), David Philipp (46. Hamza Saghiri) – Robin Meißner (63. Simon Stehle)

Gelbe Karten:

Viktoria Köln: Christoph Greger (25.; 45. Gelbrot), Patrick Koronkiewicz (35.), Niklas May (37.)

Wehen Wiesbaden: Sebastian Mrowca (10; 70. Gelbrot),

Zuschauerinnen und Zuschauer: 2.123

Viktoria – das V steht für Vussball! 

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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