Heimspielstart für die Viktoria: Nach der Auftaktniederlage in Mannheim (1:3) sollen Samstag im Sportpark Höhenberg die ersten Punkte her. Mit der SV Wehen Wiesbaden wartet allerdings erneut ein ambitionierter Gegner. Wir haben die Gäste unter die Lupe genommen.

Ambitionen: Der SVWW startet den dritten Anlauf zur Rückkehr in die 2. Bundesliga, aus der man 2020 abgestiegen war. Dieses Ziel wurde jedoch in diesem Jahr nicht wirklich offensiv formuliert, was auch daran liegen dürfte, dass der Etat dem Vernehmen nach etwas geringer gewesen sein soll als in der Vorsaison — da war man zu stark für die unteren Tabellenregionen, konnte allerdings auch nicht ganz oben anklopfen und um den Aufstieg mitspielen. Am Ende stand Platz acht.

Trainer: Markus Kauczinski (52) übernahm den Cheftrainerposten im November 2021 nach der Trennung von Rüdiger Rehm. Kauczinski arbeitete zuvor für den Karlsruher SC, den FC Ingolstadt, den FC St. Pauli und Dynamo Dresden. Wohl unvergessen ist Bundesligarelegation 2015, als Kauczinski mit dem KSC gegen den Hamburger SV bis zur Nachspielzeit des Rückspiels wie der sichere Aufsteiger aussah, ehe sich der damalige Bundesliga-Dino durch einen strittigen Freistoß in die Verlängerung rettete und schließlich die Klasse hielt.

Kader: Top-Torjäger Gustaf Nilsson (25/14 Drittliga-Treffer in der letzten Saison), wechselte Ende Juli zum belgischen Vizemeister Royale Union Saint-Gilloise. Die Ablösesumme liegt dem Vernehmen nach im siebenstelligen Bereich, damit ist der Schwede der teuerste Abgang der Klubgeschichte und gibt neuen finanziellen Spielraum. Als Ersatz wurde der Australier John Iredale (23) vom SC Paderborn, der in der Vorsaison bereits auf Leihbasis für die SVWW spielte, nun fest verpflichtet. Neu im Kader sind mit Linksverteidiger Brooklyn Ezeh (Viktoria Berlin) und Offensivmann Kianz Froese (Havelse) zwei Vorjahresabsteiger. Suheyel Najar (26) kam von Fortuna Köln, wo er in der Regionalliga West mit 20 Torvorlagen glänzte.

Form: In der Vorbereitung verlor Wehen Wiesbaden nur gegen Bundesligist VfB Stuttgart, zum Ligastart gab es im Heimspiel gegen Borussia Dortmund II ein 1:1 – den Treffer erzielte der inzwischen abgewanderte Nilsson. In der letzten Saison gewann die Viktoria im Sportpark durch zwei Joker-Tore von Youssef Amin mit 2:1.

Das Spiel in den Medien: Anpfiff der Partie zwischen Viktoria Köln und SV Wehen Wiesbaden ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über unsere Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) werden unsere Viktorianer ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und für jeden, der Vussball lieber hört als sieht oder liest, für den geht unser Vussballradio Schäl Sick ab 13:50 Uhr mit Jakob und Daniel an den Mikrofonen live auf Sendung.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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