Es geht Schlag auf Schlag: Nach dem 1:0-Sieg gegen Wehen Wiesbaden steht schon am Dienstag das nächste Spiel auf dem Plan. Gegner: Rot-Weiss Essen. Der Aufsteiger empfängt die Mannschaft von Olaf Janßen abends um 19 Uhr an der Hafenstraße. Wir haben uns Essen für euch einmal näher angeschaut.

Das letzte Spiel: Schon am Freitag kam es für RWE zu einem echten Kracher: In Duisburg traten die Essener zum Ruhrpott-Derby an. Nachdem der MSV durch Treffer von Marvin Bakalorz und Moritz Stoppelkamp mit 2:0 in Führung ging, kamen die magischen vier Minuten für Essen: Zunächst gelang Stürmer Simon Engelmann der Anschlusstreffer (67.), kurz darauf glich Neuzugang Lawrence Ennali die Partie aus und sorgte für den 2:2-Endstand. Damit holte RWE den ersten Punkt der neuen Saison, nachdem sie das Auftaktspiel daheim gegen SV Elversberg mit 1:5 verloren.

Kader: Wie es für einen Aufsteiger üblich ist, haben die Essener zur neuen Saison einige Kaderveränderungen vorgenommen. Nicht mehr in den Diensten von Rot-Weiss Essen sind nun unter anderem Keeper Daniel Davari (RW Oberhausen), Zlatko Janjic (vereinslos) oder Marius Kleinsorge (SV Meppen), dafür gab es einige Neuzugänge zu vermelden: Beispielsweise Meiko Sponsel (1. FC Köln) und Moritz Römling (VfL Bochum) konnten die Verantwortlichen leihweise an die Hafenstraße lotsen, hinzu kommen mit Björn Rother (Hansa Rostock) und Ron Berlinski (SC Verl) zwei Drittliga-erfahrene Akteure. Kapitän ist Abwehrspieler Daniel Heber.

Trainer: Auch auf der Trainerposition gab es zur neuen Saison einen Wechsel. Für den nach Mannheim abgewanderten Christian Neidhart stellten die Essener mit Christoph Dabrowski die „absolute Wunschlösung“ vor. Die Rückrunde 2021/22 war der 43-Jährige als Cheftrainer bei Zweitligist Hannover 96 tätig, zuvor war er im Jugendbereich der Niedersachsen unterwegs. Als Spieler stand der Deutsch-Pole 273-mal für Hannover, Bochum, Bremen und Bielefeld auf dem Bundesligarasen. Sein größter Erfolg: Der DFB-Pokal-Sieg 1999 mit Werder Bremen.

Stadion: Eine ziemlich besondere Spielstätte erwartet Viktoria Köln am Dienstag. Beim Auftakt gegen Elversberg fieberten über 16.000 RWE-Anhänger im Stadion an der Hafenstraße mit ihrer Mannschaft, eröffnet wurde es 2012. Bis dato nannte der Verein das Georg-Melches-Stadion sein zu Hause. Dieses wurde 2012 abgerissen, seit 1923 hatte es Rot-Weiss als Spielstätte gedient. Ein Flutlichtmast des alten Stadions ist am Stadion an der Hafenstraße erhalten worden.

Vereinshistorie: Die größten Erfolge der Ruhrpötter reichen zurück in die 1950er Jahre. 1953 gewann RWE den DFB-Pokal nach einem Finalsieg gegen Alemannia Aachen. Zwei Jahre darauf, 1955, wurde Essen dank eines 4:3 im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern deutscher Meister. Teil der Vereinshistorie sind neben drei Bundesliga-Aufstiegen (1966, 1969 und 1973) auch eine Insolvenz 2010, verbunden mit dem Gang in die NRW-Liga. In den letzten drei Jahren war RWE in der Regionalliga West heißer Anwärter auf den Aufstieg, verpassten 2019/20 als Dritter und 2020/21 als Zweiter hinter Borussia Dortmund II den Aufstieg knapp. In der vergangenen Saison war es dann soweit, dank einer um drei Punkte besseren Tordifferenz gegenüber Preußen Münster durfte Essen den Aufstieg in die 3. Liga feiern.

Begegnungen mit Viktoria: Beide Vereine trafen in ihrer Historie schon in sämtlichen Ligen aufeinander. Etwa Ende der 1950er-Jahre in der Oberliga West, zwischen 1978 und 1981 in der 2. Bundesliga (3 Viktoria-Siege, 2 Remis, 1 RWE-Sieg), oder auch Anfang der 1990er-Jahre in der Oberliga Nordrhein. Hinzu kommen seit 2012 gleich 14 Begegnungen in der Regionalliga West, auch hier hatte die Viktoria meist die Nase vorn: Sechsmal gewannen die Kölner, fünfmal wurden die Punkte geteilt und dreimal siegte RWE. Das letzte Aufeinandertreffen gab es im Januar diesen Jahres, das Testspiel gewann Viktoria 4:2. Torschützen: Christoph Greger, Simon Handle, Seokju Hong und David Philipp.

Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist am Dienstag um 19:00 Uhr im Stadion an der Hafenstraße. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel ab 18:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über unsere Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) werden unsere Viktorianer ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und für jeden, der Vussball lieber hört als sieht oder liest, für den geht unser Vussballradio Schäl Sick ab 18:50 Uhr mit Christian und Hendrik an den Mikrofonen live auf Sendung.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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