Nach dem 0:2 beim SV Waldhof gilt es für Viktoria Köln den Blick wieder nach vorne zu richten. Am Freitag steht in Höhenberg das nächste Ligaduell auf dem Programm. Die Mannschaft von Marian Wilhelm nimmt SSV Jahn Regensburg in Empfang.

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga steht bei Jahn Regensburg ein personeller Umbruch bevor. Andreas Patz, der im Herbst 2024 endgültig als Cheftrainer übernommen hatte, bat im Sommer überraschend um seine sofortige Freistellung. Im Anschluss steht für die Oberpfälzer ein Neuanfang an, nun in der 3. Liga. Michael Wimmer hat seinen Vertrag bis 2027 unterschrieben und tritt die Trainerrolle mit großer Vorfreude an „Habe große Lust auf diese Aufgabe“.

Der Saisonauftakt verlief zunächst durchwachsen: Im Donau-Derby beim FC Ingolstadt erkämpfte sich der Jahn durch einen späten Treffer von Noel Eichinger noch ein 1:1 – ein Punkt, den sich Regensburg hart erarbeiten musste. Doch am zweiten Spieltag folgte die Ernüchterung: Beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg kassierte Regensburg eine 0:4-Niederlage. Die Partie war früh entschieden. Nach einem Foul sah Kapitän Christian Kühlwetter früh die rote Karte und danach lief bei den Oberpfälzer nicht mehr zusammen. 

Besser lief es schließlich am dritten Spieltag: Gegen Aufsteiger Schweinfurt 05 feierte Regensburg einen überzeugenden 3:0-Heimsieg. Beckhoff traf kurz vor der Pause zum 1:0, Eichinger und Neuzugang Hermes legen in der zweiten Halbzeit nach. Mit insgesamt vier Punkten steht der Jahn damit aktuell auf Platz 13 in der Tabelle. 

Im Kader der Jahnelf hat sich zum Saisonstart viel bewegt. Etwa Innenverteidiger Louis Breunig (wechselte zu Eintracht Braunschweig) und Stürmer Noah Ganaus (Odense BK) haben den Verein verlassen. 

Mit Flügelstürmer Phil Beckhoff (kam vom FC Gütersloh), Offensivspieler Davis Asante (Werder Bremen II), Leihspieler Philipp Müller von Greuther Fürth und Leihstürmer Dustin Forkel vom 1. FC Nürnberg hat der SSV durch Neuzugänge Geschwindigkeit und Torgefahr dazugewonnen. In der Defensive setzt man auf den Innenverteidiger Felix Strauss (Spartak Varna), Rechtsverteidiger Nicolas Oliveira (Hamburger SV) und Leo Mätzler (Austria Lustenau). 

Viktoria steht nach drei Spieltagen mit drei Zählern da. Auf den Heimsieg gegen Schweinfurt folgten zuletzt zwei Niederlagen, unter anderem das 1:2 in Saarbrücken und das 0:2 in Mannheim. Bitter zudem: Marco Pledl fällt mit einem Kreuzband- und Meniskusriss mehrere Monate aus und steht Marian Wilhelm nicht zur Verfügung. Kurz vor Ende der Transferphase schlug Viktoria auf dem Transfermarkt noch einmal zu: Soichiro Kozuki kam von 1860 München und soll mit seiner Technik und Torgefahr die Offensive beleben. 

Die Partie am Freitagabend (19:00 Uhr) in Höhenberg gibt es wie gewohnt live bei MagentaSport zu sehen, außerdem überträgt das Vussballradio Schäl Sick ab 10 Minuten vor Anpfiff im kostenlosen Livestream. 

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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