Novum in der Trainerausbildung – Marian Wilhelm absolviert Pro-Lizenz-Lehrgang des DFB

Marian Wilhelm hat den Pro-Lizenz-Lehrgang des DFB erfolgreich absolviert. Als einer von 17 Trainern hat der Co-Trainer von Viktoria Köln am Montag die Urkunde überreicht bekommen. Dabei sorgte der 36-Jährige für ein Novum: Er ist der erste Coach, der sowohl die A+-Lizenz als auch die Pro-Lizenz – die beiden höchsten Lizenzen im deutschen Fußball – abgeschlossen hat.

„Die Entwicklung von Marian in den letzten zwei bis drei Jahren ist fast schon unheimlich“, so Sportvorstand Franz Wunderlich. „Er ist brutal fleißig. Das sieht man auch daran, dass er die beiden intensiven Lehrgänge in kurzer Zeit erfolgreich gemeistert hat. Wir sind stolz, ein solches Trainer-Talent in unseren Reihen zu haben.“

Zwölf Monate Ausbildung mit über 700 Lerneinheiten durchliefen die 17 Trainer beim DFB, darunter Wilhelm, der im Sommer den Cheftrainer-Posten bei Viktoria Köln übernehmen wird. Dabei erhielt der gebürtige Berliner wertvolle Einblicke, unter anderem bei Ole Werner (Werder Bremen) in der Bundesliga und in der Premier League bei Fabian Hürzeler (Brighton & Hove Albion).

„Als ich vor 15 Jahren als Trainer bei Viktoria angefangen habe, war das ein ferner Traum“, zeigt sich Wilhelm glücklich. „Jetzt bin ich sehr stolz, nach einer herausfordernden und prägenden Zeit die Pro-Lizenz in den Händen halten zu dürfen. Das ist schon etwas ganz Besonderes für mich.“

Der Pro-Lizenz-Lehrgang ist der reformierte Nachfolger der ehemaligen Fußball-Lehrer-Ausbildung und fand zum dritten Mal am DFB-Campus im „Blended-Learning-Format“ statt. Den Teilnehmern standen moderne Trainingsplätze und vielseitige Räumlichkeiten zur Verfügung. Zudem erhielten die Trainer Aufgaben über den Online-Campus, die sie in ihren Vereinen umsetzen sollten.

Wilhelm: „Ich habe enorm viel lernen dürfen, insbesondere durch die Strukturierung des Kurses, das hohe Maß an Reflexion und die starke Orientierung an der Praxis im Profialltag. Neben den unzähligen Expertentalks waren vor allem die Hospitationen absolute Highlights. Ich fühle mich privilegiert, bei zwei solchen Trainergrößen dabei gewesen sein zu dürfen!“

Seit dem 1. Januar 2010 im Verein, verantwortete Marian Wilhelm zahlreiche NLZ-Mannschaften, war bereits als Übergangstrainer und jahrelanger Cheftrainer der A-Junioren-Bundesliga-Mannschaft tätig. Im Sommer übernimmt der aktuelle Co-Trainer den Cheftrainer-Posten von Olaf Janßen. Nun aber schaut der 36-Jährige optimistisch in die kommenden Wochen beim Tabellenvierten der 3. Liga:

„Ich freue mich nun maximal auf die Zeit, die vor uns liegt. Der Rückrundenstart ist geglückt, und die nächsten Spiele sind absolute Kracher. Ich hoffe, mit dem erlernten Wissen, den Erfahrungen und dem Netzwerk der Mannschaft noch besser auf den verschiedenen Ebenen helfen zu können. Denn am Ende geht es nur darum. Danke an den Verein für all die Unterstützung während der Zeit der Ausbildung!“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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