Zurück im Sportpark spricht Mike Wunderlich das erste Mal seit seinem Wechsel an alte Wirkungsstätte. Dabei erzählt der Viktoria-Rekordspieler unter anderem von seiner zeit in Kaiserslautern, den persönlichen Zukunftsplänen und der Entwicklung des Vereins. Das Interview haben wir als Höhenberger Vussballtalk-Video für Euch auf unseren Kanälen auf YouTube, Instagram und Facebook bereitgestellt! Hier geht es direkt zum Video!

Hallo Mike! Herzlich Willkommen zurück bei uns im Sportpark. Wie fühlt sich das an?

Mike: „Das fühlt sich ein Stück weit wie nach Hause kommen an. Ich bin anderthalb Jahre weg und davor 10 lange Jahre hier gewesen. Von daher war das für mich nicht viel Neues hier. Wie gesagt, es fühlt sich wie nach Hause kommen an.“

Wie emotional waren die vergangenen Tage für dich?

Mike: „Es ging dann doch ziemlich Schlag auf Schlag. Man freut sich, dass man zurück ist, dass man zu Hause ist. Nichtsdestotrotz hatte man auch anderthalb schöne Jahre in Kaiserslautern. Wenn das dann so auf die Schnelle auch zu Ende geht, sind die Momente wie bei der Verabschiedung schon emotional. Aber das gehört dazu, jetzt freue ich mich wieder hier zu sein!“

Du hast die eineinhalb Jahre in Lautern schon angesprochen. Wie würdest du die Zeit bei Kaiserslautern in deinen Worten beschreiben?

Mike: „Zunächst war es ein schwieriger Start in Lautern. Am Anfang hat alles noch nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Auch ich persönlich. Das war für uns alle nicht einfach. Aber nach den Startschwierigkeiten lief es dann sehr gut, am Ende haben wir uns dann noch irgendwie auf den Relegationsplatz gezittert, die letzten drei Spiele verloren. Das war schon ein Auf und Ab. Dann sind wir durch die Relegation gegangen, in Dresden aufgestiegen. Das war dann schon einer der schönsten Momente meiner Karriere. […] Mit dem Aufstieg und dem Start in die 2. Bundesliga, der für uns sehr gut gelaufen ist, für mich persönlich auch, der Anfang zumindest. Dann mit dem Abschluss auf Platz vier waren das anderthalb gelungene Jahre auf die ich zurückblicke. Aber jetzt wird nach vorne geschaut. Und da wiederhole ich mich gerne, ich bin froh wieder zu Hause zu sein.“

Hier findet ihr das Interview im Video!

Hier in deinem zu Hause hat sich einiges geändert, unter anderem haben wir eine sehr junge Mannschaft mittlerweile. Wie hat du unser Team und das Ganze hier in Höhenberg in der letzten Zeit verfolgt?

Mike: „Wenn man so lange hier war und das hier der Heimatverein ist, verfolgt man das Ganze weiterhin. Ich habe das letztes Jahr getan, dieses Jahr auch soweit die Zeit es zugelassen hat. Einige Jungs aus der Mannschaft kenne ich ja noch, aber es ist aiuch viel passiert in den letzten Jahren. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt, eine gute Hinrunde gespielt, steht auf einem guten siebten Tabellenplatz mit Anschluss nach oben. Eine Truppe der es Spaß macht zuzuschauen, die guten Vussball spielt. Ich freue mich drauf, im Januar dann loszulegen und meinen Teil dazu beizutragen, mich in die Mannschaft zu integrieren. Viele Jungs sind noch da, die ich von früher kenne. Da wird es also nicht viele Probleme geben. Deshalb freue ich mich drauf!“

Es hat sich auch einiges hier im Sportpark verändert. Das Zelt, der Kraftraum, die Tribüne. Wie hast du das von außen mitverfolgt?

Mike: „Ich bin jetzt das erste Mal hier im neuen Zelt, das ist echt sehr schön geworden. Es hat sich viel getan in den vergangenen anderthalb Jahren, auch drum herum. Ich denke das war auch notwendig. Das ist hier sehr schön geworden, man sieht., dass der Verein weiter wachsen und vorankommen will. Das versuchen wir dann auch sportlich fortzuführen!“

Du hast ja bei deinem Wechsel gesagt, dass du dich schon auf die Zeit nach deiner aktiven Karriere vorbereitest…

Mike:“… genau. Ich werde dann sehr wahrscheinlich in die Firma meines Vaters gehen. Deshalb könnte es sein, dass es mein letztes halbes Jahr ist. Man soll niemals nie im Vussball sagen, aber aktuell sieht es stark danach aus. Meine Situation war in Kaiserslautern zum Ende hin sportlich nicht mehr zufriedenstellend. Da wahrscheinlich das letzte halbe Jahr auf mich wartet, will ich einfach wieder spielen und mehr Möglichkeiten haben, zu spielen. Das war mir in Lautern zum Ende hin nicht mehr gegeben. Das war einer der Hauptgründe, warum ich den Verein verlassen wollte. Ich hoffe natürlich, dass das hier anders ist. Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr ehrgeizig bin. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich meine Karriere auch so ausklingen lassen können. Dann hätte ich mich dort einfach auf die Bank gesetzt. Aber das will ich nicht, ich will auf dem Platz stehen! Zu wissen, dass das hier auch nicht garantiert ist, dafür bin ich alt genug. Deshalb werde ich vom ersten Tag an Gas geben und alles dafür tun, der Mannschaft zu helfen.“

Wie sehr freust du dich auf dein erstes Spiel hier?

Mike: „Natürlich freue ich mich sehr. Ich denke, das wird auch nochmal emotional, gerade nach so langer Zeit nochmal zurückzukommen. Das war so nicht geplant, aber solche Geschichten schreibt nun mal der Vussball. Ich freue mich, wenn es dann wieder losgeht!“

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Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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