Lars Dietz verlässt Viktoria Köln und schließt sich dem belgischen Zweitligisten Patro Eisden Maasmechelen an. Der Vertrag des Vize-Kapitäns läuft zum 30. Juni aus. Nun sucht der 29-Jährige eine neue Herausforderung. 

Valentin Schäfer, Sportlicher Leiter Viktoria Köln: „Es ist kein Geheimnis, dass wir Lars als Führungsspieler im Verein halten wollten und uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür gestreckt haben. Bei aller gegenseitiger Wertschätzung hat er sich nun aber für einen neuen Weg entschieden, für den wir ihm alles Gute wünschen. Bei uns bleibt nur Dankbarkeit für seinen Einsatz, seine Professionalität und die wichtige Rolle, die er in seinen insgesamt fünf Jahren bei uns in Mannschaft und Verein eingenommen hat.“

Erstmals heuerte Dietz 2019/20 als Leihspieler von Union Berlin bei Viktoria an und kehrte 2022 fest auf die Schäl Sick zurück. Mit 142 Einsätzen ist der Innenverteidiger auf Platz 7 der Vereins-Rekordspieler, lediglich Simon Handle bestritt mehr Spiele für den Klub in der 3. Liga. Den Großteil der vergangenen Spielzeit vertrat der 29-Jährige Christoph Greger als Kapitän und verabschiedete sich mit seinem dritten Mittelrheinpokalsieg. 

Lars Dietz: „Vor vier Jahren habe ich bei einem Verein unterschrieben, der mir genau die Werte zu entgegengebrachte, die ich in diesem Moment gebraucht habe. In diesem Zeitraum habe ich zahlreiche besondere Momente erlebt, jedoch auch aufgrund von Verletzungen einer der herausfordernden Phasen meiner Karriere durchlebt. Zu jeder Zeit habe ich das Vertrauen der Verantwortlichen gespürt. Sie haben mich mit großer Geduld und Wertschätzung zurück auf den Platz begleitet. Diesen Sommer habe ich mich jedoch entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern, sondern einen neuen Weg einzuschlagen. Es war definitiv keine leichte Entscheidung, dieses Umfeld, den Verein und die Stadt Köln zu verlassen. Manchmal sind aber Veränderungen nötig, um neue Erfahrungen zu sammeln.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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