Der Start ins Jahr ist dann mal endgültig verpatzt für die Viktoria: Nach dem 1:3 in Osnabrück verlor das Team von Olaf Janßen auch sein erstes Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken mit 0:2.

Dabei fanden die Höhenberger Jungs am Freitagabend trotz des Wintereinbruchs im Gegensatz zur Wasserschlacht von Osnabrück diesmal perfekte Platzverhältnisse vor. „Champions League, Kompliment an die Stadt“, lobte Janßen den Rasen im Interview mit MagentaSport vor der Partie. Doch um an die „Champions-League-Plätze der 3. Liga“ heranzurücken, hätte dann von seinem Team mal deutlich mehr kommen müssen. „Wenn man nicht mit der letzten Gier und der letzten Überzeugung verteidigt, darf man sich nicht wundern“, konnte der Chefcoach am Ende eines gebrauchten Abends keine Komplimente verteilen und haderte: „So kenne ich meine Mannschaft nicht.“

Unmittelbar vor dem Anpfiff durch Schiedsrichter Florian Badstübner positionierten sich beide Vereine als Pilotstandorte des vom BMI geförderten DFB-Projekts „Verein(t) gegen Rassismus“ mit einer gemeinsamen Banner-Aktion gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung.

Als der Ball dann rollte, hatten die Gäste die erste Torchance, als Adriano Grimaldi nach Ecke von Tobias Jänicke frei zum Kopfball kam, aber das lange Eck verfehlte (6.).Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe auch die Viktoria durch Simon Stehle nach Flanke von Mike Wunderlich zu einer ersten guten Kopfballchance kam, doch FCS-Keeper Daniel Batz streckte sich und kratzte den Ball aus dem langen Eck.

Und nur wenig später führten dann leider die Gäste: Calogero Rizzuto fiel der Ball, den er zunächst nach Flanke von Julian Günther-Schmidt nicht richtig erwischt hatte, noch einmal vor die Füße, so dass er zum 0:1 abstauben konnte. „Wenn ich das jetzt so sehe, war es wie die frühen Gegentore in Osnabrück wieder ein Geschenk“, haderte Sportvorstand Franz Wunderlich im Halbzeit-Interview mit MagentaSport: „Das passiert im Vussball, aber das muss ich in dieser Phase der Saison einfach konsequenter verteidigen.“

Janßen reagierte in der Halbzeit mit einem Doppelwechsel, brachte Hamza Saghiri und Luca Marseiler für Stehle und Becker. Doch zunächst schlugen die Gäste erneut zu: Bone Uaferro traf nach Freistoßflanke von Richard Neudecker per Kopf zum 0:2 und wurde hierbei auch nicht wirklich entscheidend gestört.

Alle Bemühungen, das Spiel noch einmal spannend zu machen, blieben erfolglos, die Gäste brachten den Sieg im Stil eines Spitzenteams über die Zeit. Und so konnte Gäste-Trainer Rüdiger Ziehl die Bitte um eine Erklärung des Leistungsunterschieds im Vergleich zur 2:3-Niderlage gegen Duisburg am vergangenen Wochenende nicht erfüllen: „Das ist nicht erklärbar. Mal spielt die Mannschaft gut, mal eben nicht.“ Bleibt zu hoffen, dass auch die Viktoria auf diesen schwachen Auftritt eine starke Antwort findet. Kommenden Sonntag (13 Uhr) kommt der SV Waldhof Mannheim zum Rückrundenauftakt nach Höhenberg.

Viktoria Köln: Ben Voll – Michael Schultz, Lars Dietz, Christoph Greger – Patrick Koronkiewicz, Mike Wunderlich, Patrick Sontheimer (83. Kevin Lankford), Simon Handle – Simon Stehle (46. Hamza Saghiri) ­– André Becker (46. Luca Marseiler), Robin Meißner

Tore: 0:1 Calogero Rizzuto (22.), 0:2 Boné Uaferro (54.)

Zuschauer: 4621

Schiedsrichter: Florian Badstübner

Gelbe Karten:

Köln: Mike Wunderlich, Patrick Sontheimer, Christoph Greger

Saarbrücken: Kasim Rabihic, Calogero Rizzuto

Viktoria – das V steht für Vussball! 

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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