Der letzte Test der Viktoria-Profis vor dem Rückrundenstart endet 2:3 beim 1. FC Köln. Dabei trafen Serhat-Semih Güler und Said El Mala in Durchgang eins zur 2:0-Pausenführung, der Zweitligist aber drehte die Partie noch vor Schluss. 

Olaf Janßen zeigte sich nach Abpfiff hochzufrieden: “Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war überragend”, so der Viktoria-Coach. “Einfach überragend. In allen Belangen war das gegen die erste Elf vom 1. FC Köln fast die beste Halbzeit in dieser Saison. Das war so ehrlicherweise nicht zu erwarten. Wir haben verdient 2:0 geführt. Wenn man auf die Chancen schaut, hätte das Ergebnis noch höher ausfallen müssen.“

Dabei legte Viktoria im Franz-Kremer-Stadion mutig und offensiv los. Said El Mala auf links erspielte sich die ein oder andere Gelegenheit, den ersten Treffer aber sollte Serhat-Semih Güler erzielen (21. Minute). Einen Abpraller von FC-Keeper Schwäbe nach Schuss von El Mala nutzte der 3.Liga-Top-Joker eiskalt. Nur fünf Minuten später traf dann El Mala selbst – allerdings lag vorher eine Abseitsposition vor (26.).

Doch noch vor Pausenpfiff belohnte Said einen mannschaftstaktisch geschlossenen und mutigen Auftritt, nutzte den Abpraller vom Pfosten aus kurzer Distanz. Diesmal bereitete Robin Velasco mit einem Schuss aus knapp 15 Metern vor (40.). 

Zur zweiten Halbzeit wechselten die Gastgeber deutlich durch, Olaf Janßen setzte nach einer knappen Stunde nach und musste das erste Gegentor hinnehmen. Der kurz zuvor eingewechselte Kevin Rauhut war beim Traumschuss von Luca Waldschmitt machtlos, oben rechts in den Winkel traf der FC-Stürmer zum 1:2 (63.). Bitter dann der Doppelschlag kurz vor Schluss: Zunächst geriet ein Klärungsversuch von Patrick Koronkiewicz ins eigene Tor (77.), dann traf Waldschmidt vom Punkt (80.). 

So steht am Ende ein 2:3 aus Viktoria-Sicht. “Zur 2. Halbzeit haben wir dann durchgewechselt und waren nicht mehr so strukturiert, nicht mehr so griffig. Aber es war ein super Test für uns. Die Jungs waren gefordert und wir konnten in der Belastung gut arbeiten.”

Am Sonntag steht der Rückrundenstart in der 3. Liga an, bei Dynamo Dresden (13:30 Uhr) kämpft die Janßen-Elf erstmals 2025 um Punkte. Alle Infos dazu findet Ihr unter www.viktoria1904.de/auswaerts. 

Viktoria-Aufstellung: Dudu – Jonah Sticker, Lars Dietz (35. Moritz Fritz), Christoph Greger, Niklas May (35. Simon Handle) – Florian Engelhardt, Paul Pöpperl – Robin Velasco, Donny Bogicevic (46. Enrique Lofolomo), Said El Mala – Serhat-Semih Güler (46. Lex Tyger Lobinger)

Ab 61. Minute: Kevin Rauhut – Patrick Koronkiewicz, Moritz Fritz, Kwabe Schulz, Sidny Lopes Cabral – Enrique Lofolomo – Simon Handle, Albion Vrenezi, Luca de Meester, Malek El Mala – Lex Tyger Lobinger

Zuschauende: 1.400

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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