Am Sonntagnachmittag empfängt Viktoria Köln den früheren Bundesligisten FC Ingolstadt. Vor der Partie stellte sich Robin Krauße, Mittelfeldfeldspieler der Schanzer, unseren Fragen.

Nach dem unglücklich verpassten Aufstieg in der letzten Saison sind Sie trotzdem sehr erfolgreich in die aktuelle Spielzeit gestartet. Wie haben Sie es nach der Enttäuschung des Nicht-Aufstiegs geschafft, so motiviert in die ersten Spiele zu gehen?

Robin Krauße: Wir mussten nach der verpassten Chance wieder nach vorne schauen. Die Motivation ergibt sich eigentlich daraus, dass wir es letztes Mal nicht geschafft haben und wir versuchen, es diesmal besser zu machen. Jeder hat genug Eigen-Motivation, um nach Enttäuschungen wieder zurückzukommen. Aber auch das Trainerteam hat uns da sehr viel mitgegeben und Mut zugesprochen. So ist dann der Saisonstart auch relativ ordentlich verlaufen.

Nach zwei Siegen und einer Niederlage belegt der FCI aktuell den vierten Rang. Wie aussagekräftig ist die Tabelle aus Ihrer Sicht zum aktuellen Zeitpunkt der Saison?

Krauße: Sie ist überhaupt nicht aussagekräftig. Gerade weil wir ja insgesamt 38 Spiele haben. Da bringt es wenig – wenn man nicht gerade unten drinsteht – so wirklich auf die Tabelle zu gucken. Wir selbst sollten jedenfalls von Spiel zu Spiel schauen. Vielleicht können wir nach acht oder zehn Spieltagen mal auf die Tabelle blicken, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Bis jetzt ist jedenfalls noch alles ohne Aussagekraft – gerade in der 3. Liga, in der jeder jeden schlagen kann.  

Ausgerechnet gegen Viktoria Köln lief es in der letzten Saison nicht so gut. Es gab zwei Niederlagen. Was haben Sie sich für die Partie am Sonntag vorgenommen?

Krauße: Das wir nicht wieder verlieren! Wir wollen am besten die drei Punkte aus Köln mitnehmen. Wir wissen, dass es nicht leicht ist, gerade weil wir gesehen haben, wie es gegen die Viktoria laufen kann. In der Hinrunde waren wir komplett unterlegen, waren katastrophal schlecht. In der Rückrunde haben wir es besser gemacht und ein bisschen unglücklich verloren. Nichtsdestotrotz gilt es jetzt, auch mal ein Tor gegen die Viktoria zu schießen – das ist uns ja letzte Saison nicht geglückt – und selbst die Null zu halten. Dann können wir auch als Sieger vom Platz gehen.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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