Aus. Vorbei. Enttäuschung pur. Unsere Viktoria scheitert trotz eines 1:0-Sieges im Rückspiel in der Aufstiegsrelegation am FC Carl Zeiss Jena. Ein 3:3 in der Gesamtabrechnung reicht aufgrund der Auswärtstorregel nicht, die Stimmung unserer Viktorianer nach Abpfiff ließ sich nur schwer in Worte fassen.

Doch zunächst von vorne: Im Gegensatz zum Hinspiel vor vier Tagen schickte Trainer Marco Antwerpen eine auf vier Positionen veränderte Startelf ins Rennen. Für Kühn, Schwarz, Wunderlich und Jansen starteten Monath, Brzenska, Candan und Gottschling.

Gute Chancen aber kein Glück
Mit dem Wissen, mindestens zwei Tore schießen zu müssen, startete die Mannschaft durchaus offensiv und mit guten Chancen. Dominik Lanius köpfte früh übers Tor (4.) und auch Felix Backszats Versuch (14.) ging nur hauchdünn über die Latte. Carl Zeiss beschränkte sich im heimischen Stadion fast nur auf Konter und verließ sich dabei einmal mehr auf Stürmer Timmy Thiele, der nach seiner Verletzung im Hinspiel doch auflaufen konnte. Er umkurvte in Minute 20 Torwart Alex Monath, fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Dann war wieder die Viktoria an der Reihe, der man die Nervosität kaum anmerkte und die sich in jeden Zweikampf schmiss. Marcel Gottschling, zusammen mit Timm Golley im Zentrum aufgeboten, hämmerte einen missglückten Klärungsversuch an die Latte (23.) – was ein Pech! Anschließend kam Jena durch Sören Eismann (32.) und Rene Eckardt (33.) zu einer Doppelchance, die aber keinen Erfolg brachte. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff setzte Flügelflitzer Kevin Holzweiler zu einem unnachahmlichen Solo von der Mittellinie an, für den Abschluss fehlte ein wenig die Kraft und Raphael Koczor konnte parieren. Damit ging es torlos in die Pause, für den Aufstieg fehlten also immer noch zwei Tore gegen den kompakten FCC.  Zudem musste Markus Brzenska in seinem letzten Spiel der eigenen Karriere in der 42. Minute mit Verdacht auf Achillessehnenriss ausgewechselt werden, für ihn kam Marco Fiore.

Abgänger Candan sorgt für Spannung
Unsere Viktoria kam griffig aus der Pause und schnürte die Gastgeber noch tiefer in die eigene Hälfte ein. Aber auch Jena hatte sich noch einmal gefestigt und ließ zunächst kaum noch klare Torgelegenheiten zu. Nach einer Flanke von Fatih Candan, der nach der Saison zum TSV Steinbach wechselt, verzog Timm Golley deutlich (64.). Die Zeit rannte mit fortlaufender Spielzeit weg, Trainer Marco Antwerpen brachte David Jansen und Andrejs Ciganiks für Patrick Koronkiewicz und Felix Backszat. Ersterer war es dann, der in der 81. Minute im Strafraum auf Candan weiterleitete, der Koczor im Tor tunnelte und somit für Hoffnung bei den Viktorianern sorgte. Trotz guter Gelegenheiten von Nottbeck und abermals Candan passierte nichts mehr, zumindest nicht vor dem Abpfiff. Schon kurz vor dem Schlusspfiff kletterten Zeiss-Fans über die Zäune und schossen die Bälle wieder auf das Feld. Dann brachen alle Dämme und viele, teils vermummte Anhänger strömten in Richtung Spielfeld. Im Trubel wurde unser Linskverteidiger Michael Lejan am Kopf getroffen und taumelte benommen in Richtung Kabinengang, sicherlich ein unwürdiger Abgang für ein starkes Spiel auf dem Platz und eine fantastische Saison.
Dennoch gratulieren wir dem FC Carl Zeiss Jena zum Aufstieg und danken unserer Mannschaft für tolle Momente in der aktuellen Saison.
Nun heißt es: Mund abputzen und ab dem 28. Juli wieder in der Regionalliga West wieder voll angreifen. Ganz im Sinne der Viktoria-Fans, die mit Spruchbändern auf der Tribüne zeigten: Immer weiter!!!
Vik, Vik, Viktoria!

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FC Carl Zeiss Jena
Koczor – Cros, Slamar, Klingbeil, Kühne –  Erlbeck (68. Reimann), Eismann, Starke (56. Buval), Sucsuz – Eckert, Thiele (71. Wolfram)
FC Viktoria Köln
Kühn – Lejan, Lanius, Brzenska (44. Fiore), Koronkiewicz (58. Jansen) – Backszat (75. Ciganiks), Nottbeck – Candan, Golley, Holzweiler – Gottschling

Tore
0:1 Fatih Candan (81.)
Zuschauer
13800
Spielbericht
Moritz Fiege

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

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