In letzter Sekunde! Seokju Hong schießt Viktoria Köln beim Auswärtsspiel in Meppen in der Nachspielzeit zum 2:2 und rettet damit einen Punkt für die Höhenberger. Nachdem Sascha Risch die Gastgeber in Führung schoss (29.), glich Patrick Koronkiewicz in Halbzeit zwei erstmalig aus (56.). Nach Foulelfmeter traf Marvin Pourié für den SVM zum 2:1 (61.), bevor Seokju Hong spät für den emotionalen Höhepunkt sorgte (90.+1).

Für Genugtuung könnte man das Ergebnis halten, hatte doch die Viktoria selbst in der Woche zuvor spät den 2:2-Ausgleich gegen den Halleschen FC kassiert. Dabei stand heute die zum Heimspiel gegen den HFC identische Startelf auf dem Rasen. Lediglich auf der Bank gab es ein paar neue Gesichter, für den verletzten Elias Bördner rückte Kevin Rauhut in den Kader, wo auch Luca Marseiler sich nach langer Verletzungspause wiederfand.

Nach einer abwechslungsreichen und ausgeglichenen Anfangsphase gelang dann den Emsländern die erste Erfolgsaktion: Nachdem Faßbenders Ball auf Blacha zu lang wurde, fand dieser per Chipball Sascha Risch am zweiten Pfosten, der aus kurzer Distanz mit links zum 1:0 einschob (29.). Kurz vor Ende des ersten Durchgangs hatte Meppen eine Großchance auf den zweiten Treffer, diesen verhinderte Ben Voll aber im Eins-gegen-eins (42.).

Nach der Pause dann zunehmender Druck der Viktoria, die dann sehenswert für das 1:1 sorgte: Nach Ballgewinn schaltete Patrick Sontheimer schnell, fand auf der rechten Seite Patrick Koronkiewicz. Dieser tunnelte den SVM-Keeper und glich mit seinem 3. Saisontreffer aus! Doch das Remis hielt nicht lange: Nach zu langem Ziehen von Sontheimer am Trikot von Risch entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Meppens Top-Torschütze Marvin Pourié zum 2.1 verwandelte (61.). Für den Lucky Punch bewies Olaf Janßen dann erneut ein glückliches Händchen: Neben Kevin Lankford und dem wiedergenesenen Luca Marseiler brachte der Cheftrainer auch Seokju Hong. Diesen fand Niklas May mit einem langen Ball von der Mittellinie (der noch von Kraulich verlängert wurde), per Direktabnahme schoss Hong die Viktoria dann zum Punktgewinn (90.+1)! So geht es für die Viktoria nach neun Spielen mit 13 Punkten in die Länderspielpause.

Aufstellung Viktoria Köln: Ben Voll – Patrick Koronkiewicz, Jamil Siebert, Moritz Fritz, Niklas May – Hamza Saghiri (79. Seokju Hong), Patrick Sontheimer – Simon Stehle (74. Luca Marseiler), David Philipp (66. Kevin Lankford), Simon Handle – Robin Meißner

Zuschauerinnen und Zuschauer: 6.008

Viktoria – das V steht für Vussball! 

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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