Sie fühlen sich wie Neuzugänge an: Donny Bogicevic und Robin Velasco sind zurück! Nach langer Verletzungspause standen beide am Samstag wieder in der 3. Liga auf dem Platz. 

Es war ein besonderer Moment, als die Tafel eine grüne „8“ durch das Eilenriederstadion in Hannover strahlte – er besiegelte die ersten Schritte zurück auf dem Rasen für Donny Bogicevic. Für den Mittelfeldspieler ein besonderer Moment, wie er nach dem Spiel erzählte: „Es war ein schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, so Donny nach Abpfiff des 2:1-Sieges in Hannover. „Umso mehr freue ich mich, dass wir uns mit einem 2:1-Sieg belohnen konnten.“

Im Januar verletzte sich der Mann mit der Nummer 8 gegen Unterhaching, fiel für die restliche Saison 2023/24 aus. Im Sommer zuvor schloss sich der Deutsch-Kroate Viktoria an, startete vielversprechend. Unter anderem mit einem Traumtor gegen den SC Verl an Spieltag 1 (3:1) und dem legendären Siegtreffer im DFB-Pokal gegen Werder Bremen (3:2) sorgte Donny für Aufmerksamkeit. 

Diese zog auch Robin Velasco auf sich. Der Offensivspieler kam im Sommer vom VfB Lübeck an den Rhein. Beim Absteiger aus der 3. Liga war Robin Leistungsträger, genoss seine Vussball-Ausbildung auf höchstem Niveau beim Hamburger SV. Zu einem Drittliga-Einsatz aber reichte es vor dem Wochenende nicht, im Sommer verletzte sich Robin schwer und rückte im Dezember erstmals bei einem Profi-Spiel in den Kader – gegen den TuS Chlodwig Zülpich im Landespokal (5:2) stand der Neuzugang in der Startelf, am Samstag sammelte er nach der Einwechslung in Minute 85 seine ersten Drittliga-Minuten im Trikot der Viktoria. 

Ein großes Lob geht dabei an die medizinische Abteilung und besonders Reha-Trainer Patrick Loch, der die Jungs in den vergangenen Monaten bei ihren Schritten begleitete und tagtäglich auf das Comeback der beiden Offensivspieler hinarbeitete. 

Aber auch die Jungs selbst haben hart an der Rückkehr auf den Platz gearbeitet, weiß auch Chefcoach Olaf Janßen: „Sie sind ganz wichtige Spieler für uns. Wir hätten nicht gedacht, dass wir es noch vor der Winterpause hinkriegen. Beide waren sehr fleißig, es war heute die Belohnung dafür dass sie monatelang warten und leiden mussten.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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