Viktoria Köln kann in seiner Geschichte auf eine lange Pokalhistorie schauen: Kämpfe gegen den BVB, ein Erstrunden-Kracher gegen Werder Bremen oder das jüngste Highlight gegen den FC Bayern München – wir wollen mit Euch vor dem Erstrundenspiel gegen Bremen auf die letzten Jahrzehnte schauen! 

Als man den BVB ins Entscheidungsspiel schickte 

Erstmals dabei war Viktoria Köln im DFB-Pokal 1934, dort schied man gegen die SpVgg Fürth aus. Doch es war das Jahr 1974/75, als Viktoria Köln deutschlandweit für Furore sorgte. Und das nicht nur, weil man die Stuttgarter Kickers (4:0), den TSF Usingen (6:1) und Eintracht Braunschweig (2:1) aus dem Pokal kegelte – denn im Achtelfinale kam Borussia Dortmund in den Sportpark Höhenberg. Schwarzgelb kam auf der Schäl Sick zunächst auch nach Verlängerung nicht über ein 0:0 hinaus, sodass es ins Entscheidungsspiel ging. Dort gewann der Favorit aus dem Ruhrpott dann im damals neugebauten Westfalenstadion mit 3:0.  

Vier Jahre später, 1978, schaffte Viktoria es wieder in die zweite DFB-Pokalrunde. 4:1 gewann man in der ersten Runde gegen den ASV Burglengenfeld, gegen den SV Südwest Ludwigshafen war danach allerdings Schluss (2:4). 

Erst gegen die Bayern dann gegen Werder – das gab’s schonmal 

Im Folgejahr war der Verein von der Schäl Sick erneut in der 2. Hauptrunde vertreten. Erst der Sieg gegen Zweitliga-Konkurrent TeBe Berlin (1:0), dann das große Los: Die Bayern kommen nach Höhenberg! Mit 3:1 gewannen die Münchener um Trainer Pal Csernai, die Tore erzielten Dieter Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Wolfgang Dremmler. Bernd Ochmann verkürzte für Viktoria zwischenzeitlich auf 1:2. Im Sportpark Höhenberg standen für den SC Viktoria unter anderem Jürgen Jendrossek und Bernd Hermes auf dem Feld, Trainer war Ernst-Günter Habig.  

Im Folgejahr dann war der SV Werder Bremen Gegner in der 1. Runde – eine Parallele zu diesem Jahr. Ob uns wieder so ein torreiches Spektakel bevorsteht? Damals jedenfalls gab es im Weserstadion einen 6:3-Sieg (n.V.) für Bremen zu bestaunen. Zunächst gingen die Gastgeber durch Treffer von Benno Möhlmann und Erwin Kostedde in Führung, die Viktoria-Tore von Eckhard Fischer und Matthias Brücken schickten die Partie in die Verlängerung. Dort traf dann Norbert Meier doppelt, zudem trug sich Uwe Reinders in die Torschützenliste ein und Benno Möhlmann traf zum 6:3-Endstand – der Treffer von Jürgen Jendrossek war letztlich zu wenig.  

1991/92 ging es für Viktoria Köln dann nochmal ins Achtelfinale. Den SV Blau-Weiß 69 (2:0) sowie Waldhof Mannheim (1:0) räumte man aus dem Weg, dann kamen die Stuttgarter Kickers. Der 2022 im Alter von 51 Jahren viel zu früh verstorbene Frank Klemmer glich vier Minuten vor Schluss für Viktoria zum 1:1 aus, somit ging es gegen die Kickers in die Verlängerung. Matthias Imhof entschied mit dem 2:1 dann endgültig die Begegnung.  

Erstrunden-Sieg gegen Union und 50.000 gegen Bayern 

Springen wir bei all der Nostalgie nun in die Zeit der „neuen” Viktoria. 2014 war man erstmals wieder dabei, 2:4 hieß es am Ende in der ersten Runde gegen Hertha BSC. Im Folgejahr dann wieder ein Hauptstadtklub, diesmal kam Union nach Höhenberg. Zwar gingen die Gäste durch einen Treffer von Collin Quaner in Führung, doch ein Doppelschlag von Mike Wunderlich und Jules Reimerink besiegelte den überraschenden Sieg des damaligen Regionalligisten Viktoria Köln. In Runde zwei war Bayer Leverkusen dann eine Nummer zu groß (0:6). 

Seitdem wartet man in Höhenberg auf einen Sieg im DFB-Pokal, auch wenn es gegen Nürnberg (6:7 n.E.), RB Leipzig (1:3) und die TSG Hoffenheim (2:3 n.V.) eng wurde. Im letzten Jahr dann das große Los: Der FC Bayern kam wieder zur 1. Runde nach Köln! Es ging rüber nach Müngersdorf, 50.000 Zuschauende waren im RheinEnergieSTADION dabei. Nun also kommt Werder Bremen nach Höhenberg. Auch wenn das Spiel bereits ausverkauft ist, könnt Ihr mit dabei sein: 

Das Vussballradio Schäl Sick geht ab 15:20 Uhr LIVE und kostenlos auf Sendung, bei Sky könnt Ihr die Partie zudem im Einzelspiel (Sky Sport 5) sowie in der Konferenz (Sky Sport 1) LIVE verfolgen! 

Viktoria – das V steht für Vussball!   

Weitere aktuelle Nachrichten zu Viktoria Köln findet Ihr hier! 

Tickets & Fanartikel

#Viktorianer

Weitere Beiträge

Aktuelles

Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

Weiterlesen »
No more posts to show