Mittelrheinpokal-Rekordsieger beim Mittelrheinligisten: Für Marian Wilhelm und seine Schützlinge wartet am Mittwochabend (19 Uhr) die Hürde Siegburg. Ein wichtiger Step mitten in den Englischen Wochen.

Sonntag Hoffenheim, Samstag Stuttgart und dazwischen Siegburg. Im Februar ist Viktoria noch ungeschlagen und hat in der letzten Woche des 2. Kalendermonats noch ein ordentliches Programm vor sich. Der Gegner im Pokal ist alles andere als Laufkundschaft.

Der SSV 04 kehrte am vergangenen Wochenende in den Ligabetrieb zurück. Nach den jüngsten Testspielen gegen Ahrweiler (1:4), in Mondorf (0:1), gegen RW Koblenz (1:1) und Brauweiler (2:1) trat die Mannschaft von Alexander Otto am Sonntag wieder in der Liga an. Gegner war Frechen 2:0, man trennte sich 1:1.

Beim Heimduell gegen den Tabellensechsten ging Siegburg durch einen Treffer von Kelana Mahessa in Führung (65. Minute), ehe die Gäste um Viktoria-Leihgabe Oskar Hill zum 1:1-Endstand ausglichen (1:1). Der SSV steht somit auf Platz 3 der Mittelrheinliga mit 7 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bergisch Gladbach und 2 Zählern hinter Absteiger Hohkeppel.

Beide Vereine treffen in diesem Jahrtausend erstmals aufeinander. Letztmals spielte man 1986 gegeneinander. Beide Partien der Oberliga-Saison 1985/86 entschied die Mannschaft des SC Viktoria mit 3:1 für sich. Interessant: Hin- und Rückspiel der vorhergegangenen Saison gingen jeweils mit 3:2 an die Siegburger. Alle weiteren Duelle gewann Viktoria: 1960 (3:0) und 1966 (4:0) im Westdeutschen Pokal und anschließend 1982 (5:3) und 1983 (1:0) in der Oberliga.

Die Wurzeln beider Vereine reichen zurück in das Jahr 1904. Siegburg nahm in seiner Historie zweimal am DFB-Pokal teil, schaffte es bei der ersten Teilnahme 1980 gar bis in die 3. Runde. 1961 erreichte der SSV das Finale um die Deutsche Amateurmeisterschaft, musste sich dort allerdings mit 1:5 der zweiten Mannschaft von Holstein Kiel geschlagen geben.

Im Mittelrheinpokal schied der Verein aus dem Rhein-Sieg-Kreis 2014/15 gegen den Bonner SC im Elfmeterschießen aus. Das war das beste Abschneiden im FVM-Pokal. Bei der letzten Teilnahme 2023/24 war im Achtelfinale nach Elfmeterschießen gegen Freialdenhoven Schluss.

Am Mittwochabend (19 Uhr) steigt im Walter-Mundorf-Stadion das Viertelfinale. Alle Viktoria-Fans finden die wichtigsten Infos zum Spiel wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts. Das Vussballradio Schäl Sick ist zudem ab 18:50 Uhr Live auf Sendung (www.viktoria1904.de/radio).

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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