Nach zwei Auftakt-Niederlagen steht die U 19 von Viktoria Köln auf dem letzten Tabellenplatz der A-Junioren-Bundesliga West. Doch Marian Wilhelm, der Coach der Nachwuchsmannschaft, sah während des verlorenen Auswärtsspiels gegen den VfL Bochum gute Ansätze: „Das Ergebnis spiegelt keinesfalls den Spielverlauf wider. Unter dem Strich kann ich meiner Mannschaft von der Einstellung her nichts vorwerfen.“

Nun empfängt die Viktoria am Samstag um 11.00 Uhr Borussia Mönchengladbachs im Troisdorfer Aggerstadion. „Auch wenn die Fohlen eine Spitzenmannschaft sind, haben wir uns fest vorgenommen, das erste Saisontor zu schießen“, so Wilhelm. Mit bereits einem Punkt würden die Höhenberger Jungs den Tabellenkeller verlassen. Auf große Unterstützung seitens der Viktorianer müssen die Nachwuchskicker aber weiterhin verzichten: Die Regelung, dass nur Offizielle der beiden Vereine sowie Angehörige der Heimmannschaft dem Spiel beiwohnen dürfen, bleibt weiterhin bestehen. „Es ist natürlich schade, dass uns keine Viktoria-Fans unterstützen können“, bedauert Wilhelm, „aber hoffentlich machen die Eltern unserer Jungs ordentlich Lärm.“

Yannik Hohmann, Administrativer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, ist derweil froh darüber, dass überhaupt gespielt werden darf: „Unser gutes Hygiene- und Sicherheitskonzept bleibt weiterhin bestehen, aber aufgrund der gestiegenen Corona-Fallzahlen muss von nun an ein Mund- und Nasenschutz von allen auf dem gesamten Gelände getragen werden.“ Bleibt zu hoffen, dass sich Viktorias U 19 sich nicht von den Umständen beeinflussen lässt.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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