Eine tolle Leistung führt zum ersten Saisonsieg für die U 19 von Viktoria Köln. Im Aggerstadion in Troisdorf siegte das Team von Trainer Marian Wilhelm am Samstag in der A-Junioren-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach verdient mit 1:0. Nach zwei Auftaktniederlagen (0:2 gegen Bochum und 0:4 bei Arminia Bielefeld) war die Motivation der Mannschaft besonders groß. Entsprechend engagiert gingen die Viktorianer in die Partie.

Und das war zu spüren: Leichte Feldvorteile und die besseren Torchancen waren in den ersten 45 Minuten ein Zeichen dafür, dass die Höhenberger den ersten Dreier angepeilt hatten. Gleich in der vierten Spielminute hatte Stephan Nils die Chance auf das 1:0. Sein Schuss ging nur knapp am Tor von Borussia-Keeper Maximilian Brüll vorbei. Folgend machte die Viktoria weiter Dampf und dies wurde in der 22. Minute belohnt. Nach guter Einzelleistung versenkte Lamin Touray das Leder unhaltbar für Gladbachs Schlussmann Brüll zur 1:0-Führung im Tor.

Fortan blieb das Team von Trainer Wilhelm in der Abwehr konzentriert und im Sturm weiterhin druckvoll. Die Gastgeber versuchten, die Führung auszubauen und blieben einem weiteren Treffer deutlich näher als die Gladbacher dem Ausgleich. Trotzdem blieb Mönchengladbach bei Kontervorstößen torgefährlich – beispielsweise in der 33. Minute bei einem Schuss aus 16 Metern von Leon Schütz.  

In Halbzeit zwei übten die Gäste vom Niederrhein gewaltig Druck aus. Allerdings machte die Abwehr der Viktoria bei Zweikämpfen weiterhin eine gute Figur. Ein Freistoß aus 20 Metern, getreten von Gladbachs Luíz Skraback, ging nur knapp über das Kölner Gehäuse: Glück für Viktoria! Das bedeutete natürlich viel Arbeit für die Abwehrspieler der Rechtsrheinischen. Dabei zeigten besonders Niklas May, der in den vergangenen Wochen im Kader der Drittliga-Mannschaft stand, und Kapitän Paul Weist herausragende Leistungen.

Marian Wilhelm war die Erleichterung nach dem Spiel deutlich anzumerken. „Nach den zwei Niederlagen hatten wir uns fest vorgenommen, uns an beiden Enden zu verbessern“, so der Coach der Viktoria. „Wir haben als Mannschaft hinten kompakt verteidigt und nach vorne viele Chancen rausgespielt. Natürlich tut ein zweites Tor immer gut, aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Jeder hat nach hinten heraus mitgearbeitet und zusammengestanden. Vom Stürmer bis zum Verteidiger waren alle an der Torverteidigung beteiligt. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für uns.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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