U23- Trainer Özcan Turp betreut seit dieser Woche auch unsere U19, deren ehemaliger Trainer Manfred Schadt von seinen Aufgaben freigestellt wurde.
Wir wollten von ihm wissen, wie er die Doppelbelastung aufnimmt und wie er versuchen will, mit den Jungs den Klassenerhalt in der Bundesliga noch zu schaffen.

Wie kam die Entscheidung, dass du das Amt des U19-Trainers annimmst, zu Stande?

Es ging alles relativ schnell, nachdem ich auf die geplante Veränderung angesprochen wurde. Ich habe die Anfrage natürlich im Sinne des Vereines angenommen und freue mich nun auf die anstehenden Aufgaben.

Wie ist es für dich, bis zum Saisonende zwei Mannschaften zu trainieren?

Das ist sehr intensiv, wir sind ja auch mit unserer 2. Mannschaft (Bezirksliga) sehr ambitioniert und stehen aktuell auf einem Aufstiegsplatz. Dazu noch die U19 in der Bundesliga, bei der wir sicherlich viel arbeiten müssen, um gewisse Sachen zu ändern und wieder auf die Erfolgsspur zu finden. Alles in allem wird das sicherlich anstrengend, aber ich bin gut organisiert. Ich habe dazu noch eine gute Unterstützung hinter mir und bin zuversichtlich, dass wir das Ruder noch herumreißen können.

Wie stellst du die Jungs jetzt vor der Partie gegen Arminia Bielefeld ein?

Wichtig ist, dass ich erst einmal in den Kopf der Jungs komme. Sie müssen vom Kopf her wieder frei werden. Ich will an ihr Selbstbewusstsein appellieren, damit sie wieder an sich glauben – das ist unser primäres Ziel. Dann können sie vom Herz her wieder aufblühen und wieder gelöst Fußball spielen. Das ist der richtige Weg und so können wir vielleicht noch etwas drehen und den Klassenerhalt schaffen.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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