Gegen Rot-Weiß Oberhausen unterliegt unsere Viktoria unglücklich mit 1:0 (0:0). Trotz großer Spielanteile fehlt vorne die nötige Durchschlagskraft, das einzige Gegentor ist in der Entstehung extrem bitter.

Keine Tore zur Pause
Trainer Marco Antwerpen vertraute im traditionsreichen Niederrheinstadion der gleichen Startelf wie beim 4:2-Sieg gegen Aachen in der vergangenen Woche. Gleich zu Beginn ging es hoch her, schon nach drei Minuten lief Kemal Rüzgar nach einem Fehler im Aufbauspiel alleine auf Keeper Robin Udegbe zu. Der parierte aber außerhalb seines eigenen Strafraums stark und verhinderte die Führung. Im direkten Gegenzug kamen auch die Kleeblätter zur ersten Chance, aber auch unser Keeper Sebastian Patzler hielt gut gegen Enes Topal. Anschließend beruhigte sich die Partie zunehmend, ohne dass eines der beiden Teams großartige Chancen hatte. Zweimal hielt Udegbe noch gegen Abschlüsse von Timm Golley, die allerdings beide nicht sehr platziert waren. Damit ging es torlos in die Pause. Oberhausen hatte die erste Halbzeit also gegentorlos überstanden, mit meist 11 Mann hinter dem Ball allerdings auch aus einer sehr defensiven Grundordnung heraus.

Unglücklicher Gegentreffer
Die 2. Hälfte begann ohne Wechsel und auch das Bild auf dem Platz änderte sich kaum. Viktoria mit vielen Spielanteilen und bis zum Strafraum gefälligen Kombinationen fehlte der nötige Zug vor dem Tor und Oberhausen verteidigte mit Mann und Maus. Die größte Chance hatte Innenverteidiger Dominik Lanius, der nach Flanke von Kevin Holzweiler am Tor vorbeiköpfte. Als die Gastgeber sich schon längst über den Punkt gefreut hätten kam es wie es kommen musste, denn sie gingen in der 80. Minute in Führung. Die Entstehung des Tores war aus Viktoria-Sicht allerdings ziemlich unglücklich. Andre Wallenborn rutschte die Kugel 35 Meter vor dem Tor ab und entwickelte sich zu einer Bogenlampe für Torwart Patzler. Der bekam zwar noch seine Fingerspitzen ran, den Einschlag konnte er aber nicht mehr verhindern. Im Anschluss drängte die Mannschaft auf den Ausgleich, ein Tor wollte aber leider nicht mehr fallen. Jetzt heißt es Kopf hoch und wieder aufrappeln, in der nächsten Woche können wieder drei Punkte geholt werden! Dann ist der Aufsteiger TuS Erndtebrück bei uns im Sportpark zu Gast!

Vik, Vik, Viktoria!

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Rot-Weiß Oberhausen
Udegbe – Odenthal, Löhden, Nakowitsch, Heber – Fleßers, Ben Balla – Topal, Bauder (83. Scheelen), Reinert (62. Schikowski) – Garcia (90. Lorch)

FC Viktoria Köln
Patzler – Koronkiewicz (77. Lang), Lanius, Reiche, Wallenborn – Junglas (86. Goralski), Lohmar – Golley, Wunderlich ©, Holzweiler – Rüzgar (61. Backszat)

Tore
1:0 – Daniel Reiche (Et., 80.)

Zuschauer
2224

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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