Kampfsieg auf dem Tivoli trotz Platzverweis

Die Viktoria trotzt dem lautstarken Publikum auf dem Tivoli und einem Platzverweis gegen David Jansen und gewinnt in Aachen mit 1:0. Das einzige Tor des Tages macht Mike Wunderlich in der 39. Minute. Damit stehen wir inzwischen bei fünf Ligasiegen in Folge und haben Anschluss an Spitzenreiter Gladbach.

Im Gegensatz zum letztwöchigen Sieg gegen Verl nahm Trainer Marco Antwerpen zwei Änderungen vor. Für den gelb-rot gesperrten Koronkiewicz feierte Heister sein diesjähriges Regionalliga-Debüt und für Saghiri rückte Backszat wieder in die Zentrale. Bei der Alemannia traf man auf einige bekannte Gesichter: Neben den ehemaligen Kölnern Propheter und Staffeldt stand auch Haitz in der Startelf, der noch in der letzten Saison seine Schuhe für die Viktoria geschnürt hatte.

Die Anfangsphase verlief ohne große Highlights oder Torgelegenheiten. Viel Kampf mit zwei gelben Karten in den ersten 20 Minuten standen wenigen wirklich gelungenen Spielzügen gegenüber. Ein Lupferversuch von Wunderlich und ein Kopfball von Lanius sorgten zumindest kurz für Gefahr vor dem Tor der Alemannen. Aber auch die Aachener konnten gegen unsere stabile Defensive bis auf wenige Versuche aus der Distanz nichts Zählbares präsentieren. Kurz vor der Pause war es dann unser Kapitän Wunderlich, der die Führung für unsere Viktoria erzielte. Nach einem Einwurf spielte Schwarz den Ball in den Strafraum, wo Golley gekonnt zum Torschützen weiterleitete. Dieser blieb vor Aachen-Keeper Nagel cool und versenkte den Ball im Gehäuse. Neben dem Fakt, dass dies schon sein 7. Ligator war, ist ebenfalls bemerkenswert, dass die Mannschaft damit bis jetzt in jedem Spiel in Führung ging. Vom Gegentor ein wenig geschockt wollten die Aachener Fans kurze Zeit später einen Elfmeter haben, als Heister Dowidat klasse im Strafraum den Ball abnahm, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb zurecht stumm. Damit ging es mit der Führung in die Halbzeit. 

Defensive steht stabil und verteidigt die Führung

Beide Mannschaften begannen die zweite Hälfte unverändert. Das Führungstor kurz vor der Pause schien der Viktoria zunächst Auftrieb gegeben zu haben, denn die Kombinationen liefen nun flüssiger als noch im 1. Durchgang. Dennoch kamen die Aachener durch Mickels (56.) zu einer gefährlichen Szene, in der sich unser Keeper Kühn das erste Mal auszeichnen durfte. Er lenkte den zentralen Schuss über das Tor. Die Aachener wurden nun besser und kamen durch den aktiven Mickels zum vermeintlichen Ausgleich. Sein Kopfballtreffer wurde aber aufgrund eines vorherigen Fouls gegen Heister nicht gegeben. Danach knallte der Ball nach einem Volley von Mickels an den Pfosten, das Tor hätte aber durch eine Abseitstellung ebenfalls nicht gezählt. Dann wurde es hektisch, Jansen grätschte Staffeldt im Mittelfeld rüde um und erhielt dafür eine sehr harte rote Karte. Anschließend entwickelte sich eine Rudelbildung und laute Schiedsrichterdiskussionen, was aber nichts am Platzverweis änderte. Die Emotionalität tat dem Spiel nicht gut und es entstanden immer wieder Spielunterbrechungen durch Fouls. Mit der Überzahl drückten die Aachener nun auf den Ausgleich und unsere Viktoria musste sich auf das Verteidigen konzentrieren. Klare Gelegenheiten sprangen für das Team von Fuat Kilic allerdings nicht heraus, da unsere Defensive die langen Bälle gut verteidigen konnte und nichts mehr zu ließ. Durch die tolle Kampfleistung haben wir nun den endgültigen Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt!

Am kommenden Samstag wartet auf unsere Viktoria ein echtes Spitzenspiel. Die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund, momentan Tabellenzweiter, ist zu Gast im Sportpark, Anpfiff wie immer um 14:00. Wir freuen uns über viele Zuschauer, die uns unterstützen!

Vik, Vik, Viktoria!

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Alemannia Aachen

Nagel – Winter, Haitz, Propheter, Ernst (86. Löhden) –  Staffeldt, Pütz (75. Hammel) – Mickels (80. Fejzullahu), Dowidat, Rüter – Gödde
FC Viktoria Köln
Kühn  – Eichmeier, Lanius, Reiche, Heister – Backszat, Schwarz – Golley (74. Lejan), Wunderlich (84. Brzenska),  Candan (64. Gottschling) – Jansen

Tore
0:1 – Wunderlich (39.)

Besondere Vorkommnisse
Rote Karte: David Jansen (60.)

Zuschauer
5600

Spielbericht: Moritz Fiege

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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