Am Samstag bestreitet die Viktoria endlich ihr erstes Pflichtspiel im neuen Jahr (Anpfiff: 14.00 Uhr). Mit dem SC Verl kommt ein direkter Konkurrent in den Sportpark Höhenberg. Unser Trainer Olaf Janßen darf nur von der Tribüne aus zuschauen. Der Viktoria-Coach sah in der letzten Partie 2021 gegen Viktoria Berlin die Gelb-Rote Karte. Weil das Spiel in Zwickau Corona-bedingt abgesagt wurde, muss er die bittere Innenraum-Sperre nun leider im eigenen Wohnzimmer absitzen. Im „Vorspiel“ (hier anschauen), unserem neuen Videoformat, dass wir ab sofort vor jeder Partie anbieten werden, stand der Chefcoach dennoch Rede und Antwort.

Olaf Janßen über …

Vorfreude: „Die Vorfreude ist bei der Mannschaft und mir besonders groß, da unser erstes Spiel des Jahres beim FSV Zwickau abgesagt wurde. So brennen wir natürlich auf dieses Spiel und freuen uns auch auf die Englische Woche im Anschluss.“

Verletzte: „Unsere Verletztensituation hat sich über die Winterpause etwas verbessert. Krankheitsbedingt und fitnessmäßig werden uns dennoch ein paar Spieler nicht zur Verfügung stehen. Doch wir sind auf einem guten Weg. Es wird so sein, wie in den letzten Wochen auch: Wir werden einige junge Spieler aus dem Hut zaubern und eine schlagfertige Truppe auf den Platz schicken.“

Varianten: „Wir haben in der Vorbereitung einiges an verschiedenen Taktiken ausprobieren können. Insgesamt ist es so, dass wir in unserem Spiel noch mehr Druck nach vorne entwickeln wollen. Gleichzeitig möchten wir stabiler sein gegen den Ball. Ich bin sehr gespannt, wie viel die Jungs davon am Wochenende auf den Platz bringen können.“

Verl: „Ich denke, es ist bekannt, dass ich eine hohe Meinung vom Gegner und meinem Trainerkollegen in Verl habe. Nicht zuletzt sah man ihre Stärke im letzten Spiel, dass sie mit 2:0 gegen Würzburg gewannen. Verl ist sehr spielstark und kann den Gegner quälen. Das bedeutet für uns im Umkehrschluss hohe Laufbereitschaft und hohe Aggressivität, um Verl erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Bei Ballbesitz müssen wir unsere Stärken auf den Platz bringen, was in der Vorbereitung gut funktioniert hat.“

Verbot: „Als in der letzten Partie gegen Viktoria Berlin das 2:1 aus einer klaren Abseitsposition erzielt wurde, habe ich interveniert. Das war dem Schiedsrichter zu viel, und so sah ich die Gelb-Rote Karte. Die tat nicht nur in der letzten Partie weh, sondern wird auch in dieser Begegnung schmerzen. Da ich als Trainer eine Vorbildfunktion habe, tut es mir leid und ich hoffe, dass dies meine einzige Sperre ist und bleibt. Während der letzten beiden Testspiele haben wir dies bereits eingeübt. Co-Trainer Markus Brzenska und Übergangs-Coach Marian Wilhelm genießen da bei mir großes Vertrauen. Da die letzten beiden Testspiele positiv waren, gehe ich davon aus, dass die Jungs auf dem Platz auch mal ohne mich können.“

Vorhersage: „Ich bin mir ganz sicher, dass wir alles, was in uns steckt, auf den Platz bringen werden. Wenn wir dies und den Respekt vor den Gegner in das Spiel fließen lassen, wird es eine sehr spannende Partie werden. Da Verl eine Mannschaft ist, die mitspielen will, wird es interessant werden.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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