Zwei Spiele, zwei Siege, zweimal zu Null – die Mannschaft von Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev kletterte während der letzten beiden Spieltage von Tabellenplatz 16 auf Rang fünf. Doch nun wartet am Sonntag mit dem SV Meppen eine Mannschaft auf die Kölner, gegen welche die Höhenberger noch nie in der 3. Liga gewinnen konnten. Und die Emsländer sind nach zuletzt zwei knappen Niederlagen hungrig.

Die letzte Saison:

In der Saison 2019/2020 lief es für die Niedersachsen bis zur Corona-Unterbrechung ausgezeichnet: In ihrer dritten Saison in der 3. Liga stand man bei der Aussetzung des Spielbetriebs auf dem 4. Tabellenplatz. Nach Wiederaufnahme verlor man allerdings fünf der letzten elf Spiele und musste sich schlussendlich mit Rang sieben zufriedengeben.

Der Saisonauftakt:

Die ersten vier Spieltage verliefen für die Meppener unbeständig wie das Wetter in Norddeutschland. Nur ein Sieg bei drei Niederlagen – so fielen  die Niedersachsen zuletzt auf den 14. Tabellenplatz zurück. Dabei verlor der SV Meppen die letzten beiden Spiele gegen den SC Verl und die Spielvereinigung aus Unterhaching ab nur knapp mit 1:2.

Der Kader:

Während einige Drittligisten in der Sommerpause fröhlich durchwechselten, gab Meppen lediglich sieben Spieler ab und holte sechs neue. Dennoch ist der Abgang eines Akteurs wahrscheinlich nicht zu ersetzen: Der frühere Mittelstürmer Deniz Undav erzielte in der vergangenen Saison 17 der 69 Tore des SVM. Zudem wurde er vom Kicker mit einer Durchschnittsnote von 2,64 zum „Spieler der Saison“ gewählt. Da der 24-Jährige seine Schuhe mittlerweile in der zweiten belgischen Liga schnürt, haben sich die Niedersachsen mit Dejan Bozic vom Absteiger Chemnitzer FC verstärkt. Der 1,94 Meter große Stürmer traf zum Saisonauftakt zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen 1860 München (Endstand 1:3). In den darauffolgenden Partien stand er jedoch nicht zur Verfügung.

Der Trainer:

Torsten Frings ist seit Anfang der Saison der neue Trainer des SV Meppen. Der 402-fache Bundesliga-Spieler, der einst mit Viktoria-Torhüter Sebastian Mielitz beim SV Werder Bremen spielte, coachte bereits zwischen 2016 und 2017 den SV Darmstadt 98. Nun steht er vor der schwierigen Aufgabe, Trainer-Urgestein Christian Neidhart zu ersetzen. Von 2013 bis 2020 zog dieser nicht nur die Fäden an der Seitenlinie für die Niedersachsen, er führte sie auch aus der Regionalliga Nord in die 3. Liga, zweimal sogar auf Rang sieben. Nach 270 Spielen war aber Schluss, Neidhart ging zu Rot-Weiss Essen. Seither hat Torsten Frings im Emsland das Sagen.

Die Historie:

Der SV Meppen hatte seine bisher erfolgreichste Phase zwischen 1987 und 1998. Zu dieser Zeit war der Verein in der 2. Liga aktiv, wurde zweimal Tabellensechster und belegt dadurch in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga Rang 36.
Ansonsten glänzte der Verein eher durch Kurioses: 1982 ergatterte man den FC Barcelona für ein Freundschaftsspiel zum 70-jährigen Vereinsjubiläum. Niemand geringeres als Diego Maradona debütierte in diesem Spiel für die Katalanen und schoss auch sein erstes Tor für den weltbekannten Verein aus der Primera División.

Die bisherige Bilanz:

Der SV Meppen und die Viktoria trafen in der letzten Saison das erste Mal aufeinander. In Meppen trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1, auf der Schäl Sick verloren die Höhenberger mit 1:3.

Die Partie in den Medien: 

Anpfiff der Begegnung zwischen der Viktoria und Meppen ist am Sonntag um 15.00 Uhr in der Hänsch-Arena. Die Partie wird live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln und den Live-Ticker auf Twitter werden die Höhenberger Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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