Schnell wieder hoch. Den Zweitligaabstieg als Betriebsunfall deklarieren und den sofortigen Wiederaufstieg anstreben. Nicht so bei Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen erklärten im vergangenen Sommer, dass eine sofortige Rückkehr nach dem Zweitligaabstieg nicht zwingend notwendig sei. Jetzt stehen sie auf Platz zwei, haben in den letzten neun Spieltagen 17 Punkte gesammelt, gewannen zuletzt eindrucksvoll 5:0 gegen den SV Meppen und wollen ihre Serie Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) in Höhenberg gegen die Viktoria fortsetzen.

Bisherige Saison: In der ersten DFB-Pokalhauptrunde musste sich die Eintracht nur knapp mit 1:2 dem Hamburger SV geschlagen geben. In der Liga gab es im ersten Spiel auf dem Betzenberg ein 0:0 gegen Kaiserslautern. Anschließend zu Hause eine 4:0-Packung gegen den Aufsteiger Viktoria Berlin. Es folgten drei Siege in Serie, zwei Unentschieden und anschließend eine überraschende 2:3-Pleite gegen den MSV Duisburg. In den restlichen sieben Partien gab es fünf Siege, nur gegen Wiesbaden (1:2) und dem 1. FC Magdeburg (0:2) mussten sich die Niedersachsen geschlagen geben.

Kader: Nach dem Abstieg aus der 2. Liga gab es bei der Eintracht den großen Umbruch.  Man trennte sich von 18 Spielern und holte 16 neue Akteure. Außerdem stieß auch Michael Schultz, den Braunschweig auf Leihbasis an Viktoria Köln abgegeben hatte, dazu. Der Abwehrspieler konnte sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpfen und ist der Garant dafür, dass der Traditionsklub lediglich 18 Gegentreffer kassieren musste.

Der Kapitän: Jasmin Fejzic ist nicht nur die Nummer eins im Tor der Eintracht, der 35 jährige Routinier führt die Mannschaft auch als Kapitän auf den Platz. Mit jetzt über 200 Pflichtspielen für Braunschweig gehört der Torwart, der aus Bosnien-Herzegowina stammt, quasi zum Inventar. Fejzic absolvierte ein Spiel für die bosnische Nationalmannschaft und bestritt 165 Zweitligapartien. Der 1,98-Meter-Hüne stand in dieser Saison in jeder Partie der Braunschweiger über die volle Spiellänge im Tor und kassierte erst 18 Gegentreffer. Er gehört zu den besten Keepern der 3. Liga.

Der Torjäger: Lion Lauberbach erzielte in 14 Spielen sieben Treffer und assistierte bei zwei weiteren Toren. Im Schnitt brauchte der Torjäger 163 Minuten, um einzunetzen. 225.000 Euro Ablöse zahlten die Braunschweiger, um den beidfüßigen Offensivmann von Holstein Kiel zu verpflichten. Die weiteren 26 Tore der Eintracht teilen sich 12 Spieler. Eindrucksvoller Beleg dafür, wie ausgeglichen der Kader besetzt ist. 

Der Trainer: Michael Schiele stieg in der Saison 2019/2020 mit den Würzburger Kickers in die Zweite Bundesliga auf. Trotz des großen Erfolges wurde der 43-Jährige wenige Wochen später nach zwei Ligapleiten völlig überraschend entlassen. Beerbt wurde er von Viktoria Kölns Ex-Trainer Marco Antwerpen. Anschließend heuerte Schiele beim SV Sandhausen an, knapp drei Monate später musste er auch dort wieder gehen. Seit dem Sommer ist er der neue Coach von Eintracht Braunschweig.

Personalsituation: Wegen einer Knochenquetschung muss die Eintracht einige Wochen auf seinen Mittelfeldspieler Maurice Multhaup verzichten.

Dritte Liga Pflichtspiel-Bilanz aus Viktoria-Sicht:

Gesamt: 1 Sieg, 1 Unentschieden

Heim: 1 Sieg

Auswärts: 1 Unentschieden

Die Partie in den Medien: Anpfiff ist am Samstag um 14:00 Uhr. Für alle, die nicht in den Sportpark Höhenberg kommen können, wird das Spiel zwischen Viktoria Köln und Eintracht Braunschweig ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) und den Liveticker auf der Viktoria-Homepage werden die Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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