Noch in Cottbus ist die Mannschaft von Marian Wilhelm trotz starker Leistung ohne Punktgewinn geblieben. Nun bietet sich Viktoria im Heimspiel die Chance auf eine Ergebniswende – dabei kehrt mit Pavel Dotchev ein früherer Viktoria-Trainer nach Höhenberg zurück.

Mehrfach lieferten die Schäl-Sick-Jungs am Samstag in Cottbus die richtige Reaktion auf die vorhergegangenen Geschehnisse. Zunächst kontrollierte die Wilhelm-Elf das Spiel beim Tabellenführer, ging nach 24 Minuten in Führung. Die richtige Reaktion auf die Heimniederlage gegen Verl (1:5) eine Woche zuvor.

Auch nach dem streitbaren Platzverweis gegen Florian Engelhardt blieb das Team aus Höhenberg mutig und ging erneut in Führung durch einen Kopfball von Tim Kloss – keine 180 Sekunden nach dem 1:1. Und auch, nachdem die Cottbuser die Partie zu ihren Gunsten gedreht hatten, blieb Viktoria mutig und hatte Chancen auf den Ausglich. Lediglich etwas Zählbares für die Tabelle blieb aus.

Das soll sich am Wochenende ändern. Zu Gast ist am Samstag (14 Uhr) im Sportpark Höhenberg der SSV Ulm mit einem alten Bekannten: Seit 2 Spielen steht Pavel Dotchev bei den Spatzen an der Seitenlinie. Der Drittliga-Rekordtrainer war von Juli 2019 bis Januar 2021 erster Viktoria-Coach in der 3. Liga und soll Ulm nun wieder ins richtige Fahrwasser führen.

Denn der frühere Bundesligist lebt in Turbulenten Zeiten. Nach vielen Jahren in der Viertklassigkeit gelang Ulm 2022-24 das Kunststück des doppelten Aufstiegs – jeweils als Meister ging es aus der Regionalliga direkt durch bis in die 2. Bundesliga. Dort allerdings blieb Ulm nur eine Saison, stieg als Vorletzter wieder ab. Die Rückkehr in die 3. Liga lief kaum nach Plan, mit 13 Zählern auf dem Konto rangiert man auf dem drittletzten Rang. Ganze 6 Punkte Rückstand hat der SSV auf das rettende Ufer.

Dabei hatte man im Sommer einige interessante Transfers getätigt. Mit Ex-Viktorianer André Becker (kam von Bielefeld), Dominik Martinovic (Essen), Paul-Philipp Besong (BVB II) und Leon Dajaku (vereinslos) haben die Ulmer die Offensive personell gestärkt, zudem kam mit Marcel Seegert der langjährige Mannheim-Kapitän am die Donau. Gerade statistisch als starker Transfer herausgestellt hat sich zudem Elias Löder. Der 25-jährige Offensivspieler kam aus Jena, ist mit 4 Toren bester Ulm-Torschütze in der 3. Liga vor André Becker (3).

Ligaweit zu den besten Torschützen hingegen gehört mit Tyger Lobinger ein Viktorianer. Der Stürmer traf am Samstag bereits zum neunten Mal in der laufenden 3. Liga-Saison, ist damit Top-4-Stürmer in der 3. Liga. Am Wochenende wird er auf die Zuspiele von Florian Engelhardt verzichten müssen., der vom DFB nach seinem Platzverweis für ein Spiel gesperrt wurde. Seine Zwangspause abgesessen hat Kapitän Christoph Greger.

Ebenfalls Top-4 ist Viktoria in der Heimstatistik. 5 Heimsiege, 1 Remis und zweimal punktlos – so die Statistik bis dato im Sportpark Höhenberg. Die Mannschaft von Marian Wilhelm freut sich am Wochenende erneut auf die Unterstützung von den Rängen – Tickets sind verfügbar unter www.viktoria1904.de/tickets.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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