Duell der Top-Torjäger

8 Tore in 11 Spielen – erreicht hat diese Marke in den vergangenen beiden Jahren jeweils ein Cottbus-Stürmer. In der laufenden Spielzeit haben mit Viktoria-Vize-Kapitän David Otto und Hoffenheim-Stürmer Yasin Zor gleich zwei Spieler den Wert erreicht. Am Samstag treffen beide Offensivspieler aufeinander.

Ein aufstrebendes Stürmer-Talent, das im Hoffenheimer NLZ auf sich aufmerksam macht und eine beeindruckende Torquote aufweisen kann. Diese Beschreibung passt heute zu Yasin Zor – und vor einigen Jahren auch zu David Otto.

Der gebürtige Pforzheimer bewies bereits in der Junioren-Bundesliga seine Torjägerqualitäten im Trikot der TSG aus Sinsheim. 2015/16 traf der heutige Viktoria-Profi in 22 U17-Partien 17-Mal, zwei Jahre später gelangen ihm bei den A-Junioren gar 27 Treffer bei gleicher Anzahl an Spielen. Damit wurde Hoffenheim Meister der Süd/Südwest-Staffel vor dem FC Bayern, „Dave“ Top-Torschütze.

In der gleichen Spielzeit setzte ihn Profi-Cheftrainer Julian Nagelsmann beim 1:1 gegen Ludorets Rasgrad erstmals in der Europa League ein, beim Eröffnungsspiel 2018/19 saß der junge Stürmer gegen den FC Bayern (1:3) in der Bundesliga zum ersten Mal auf der Bank. Sein Debüt feierte er im Februar 2019 gegen Hannover (3:0). Schließlich ging es für Otto über Heidenheim, Regensburg, St. Pauli und Sandhausen 2025 zu Viktoria Köln.

Auf der Schäl Sick ist er der Mann mit der Nummer 10, Vize-Kapitän und Stammspieler. Seit seinem Start in Köln-Höhenberg verpasste er kein einziges Drittliga-Spiel, steuerte in 49 Einsätzen 17 Tore und 13 Vorlagen bei. Am Samstag trifft Otto nun auf seinen Ex-Klub und sein Pendant in Sachen Torgefahr.

Yasin Zor ist ganze sechseinhalb Jahre jünger, spielt seit Sommer in Sinsheim. Sein Weg führte über das NLZ des 1. FC Kaiserslautern samt Topsaison für die Zweitvertretung in der Oberliga (16 Tore, 20 Vorlagen) und beim Regionalligisten Astoria Walldorf (15 Tore, 16 Vorlagen) zu „HoffeZwo“.

Bei der TSG scheint der Deutsch-Türke unverzichtbar, war an 12 der 21 Ligatreffer direkt beteiligt. Aktuell rangiert die Reserve des Bundesligisten auf Platz 8 mit 16 Zählern. Am Wochenende verlor man das Lokalduell in Mannheim. Nach der Fühung nach 3 Minuten (Vorlage durch Zor) gab man das Spiel in Hälfte zwei an den Waldhof ab, Terrence Boyd besiegelte mit seinem Hattrick das 4:1-Endergbnis im Carl-Benz-Stadion.

Dem entgegen steht eine Viktoria-Mannschaft, die im eigenen Stadion einen 0:1-Rückstand gegen den SC Verl noch selbst zum 3:1-Erfolg gedreht hat. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte David Otto per Kopf, Taylan Duman und Kilian Jakob legten anschließend kurz vor Schluss nach.

Am Wochenende reist das rote V nun nach Sinsheim. An das Dietmar-Hopp-Stadion dürften Marian Wilhelm, David Otto und co noch gute Erinnerungen haben – beim Aufeinandertreffen in der Vorsaison hatte man beim 3:1 die Nase vorn. Am Samstag (14 Uhr) soll es möglichst einen ähnlichen Ausgang geben.

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