Premiere im Sportpark Höhenberg: Zum ersten Mal überhaupt empfängt die Viktoria am Samstag den SV Wehen Wiesbaden zu einem Meisterschaftsspiel. Und aller Voraussicht nach dürfen die Gastgeber endlich wieder vor Publikum spielen. Zwar müssen die Eintrittskarten aufgrund der Corona-Pandemie im Vorverkauf erworben werden (am Samstag wird es keine Tageskasse geben!), dennoch freut sich Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev riesig auf die Rückkehr der eigenen Fans.

„Ich bin glücklich, dass die Fans endlich wieder ins Stadion dürfen“, so der 54-Jährige bei der Heimspiel-Pressekonferenz. „Das ist ganz anders, das hat man zuletzt auch in Mannheim gesehen. Daher freue ich mich auf Samstag. Wir wissen, dass wir eine Top-Leistung abrufen müssen, wenn wir gewinnen wollen. Wir wollen gegen eine Spitzenmannschaft den ersten Sieg in dieser Saison einfahren. Denn das sind unsere Ambitionen und entsprechend bereiten wir uns vor.“

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Die zuletzt gezeigte Leistung seines Teams in der ersten Halbzeit in Mannheim sah Dotchev kritisch. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Trotzdem haben wir es geschafft, gegen sehr starke Mannheimer 2:2 zu spielen. Kämpferisch und läuferisch kann ich dem Team nichts vorwerfen. Aber natürlich wünsche ich mir, dass wir sehr viel kontrollierter spielen“, so der Rekord-Trainer der 3. Liga. Den Gast aus der Landeshauptstadt Hessens hält er für einen attraktiven Gegner. „Wiesbaden hat im letzten Jahr noch in der 2. Bundesliga gespielt. Sie haben Ambitionen, die 3. Liga wieder zu verlassen. Ich erwarte einen starken Gegner. Aber ich bin mir sicher, dass wir das auch besser machen können als im letzten Spiel in Mannheim.“

Franz Wunderlich warnte dennoch vor einer zu großen Erwartungshaltung. „Ich glaube, wir sind gut beraten – da sind sich das Trainerteam und auch die sportliche Leitung komplett einig – wenn wir dieser Mannschaft Zeit geben“, so der Sportvorstand der Viktoria. „Wir haben einige namhafte Spieler verpflichtet. Doch Fußball ist und bleibt ein Tagesgeschäft. Die Vergangenheit zählt im Fußball nicht viel. Jeder Spieler muss seine Leistung tagtäglich immer wieder neu unter Beweis stellen.“ Wunderlich glaubt. „Man muss den Spielern einfach auch Zeit geben. Die Mannschaft geht sehr selbstkritisch mit sich um. Sie ist heiß darauf, sich von einer anderen Seite als in den ersten Minuten in Mannheim zu zeigen. Sie wird am Samstag ein anderes Auftreten an den Tag legen.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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