Pflicht erfüllt, aber den Abend „bitterbös“ bezahlt, wie es Cheftrainer Olaf Janßen nach Abpfiff formulierte: Viktoria Köln siegte im Bitburger-Pokal beim TuS Mondorf souverän mit 4:0 und steht in der 2. Runde.

Janßen, der als Viktoria-Coach im Wettbewerb des FVM weiter ungeschlagen ist, schonte beim von EX-FC-Profi Stephan Engels geführten Landesligisten angesichts der anstehenden Aufgaben in der Liga gegen 1860 München (Samstag, 14 Uhr, hier Tickets kaufen) und kommenden Mittwoch im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt (ausverkauft) zahlreiche Stammkräfte. So bildeten Jonah Sticker, Moritz Fritz und David Kubatta die Dreierkette. Im zentralen Mittelfeld durfte Florian Engelhardt ran, vor ihm sollten Suheyel Najar, Donny Bogicevic, Seokju Hong und André Becker die Tore besorgen.

Und so kam es dann auch: Becker brach gegen die tapfer verteidigenden Gastgeber in der 21. Minute den Bann, Bogicevic und Hong sorgten noch in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse.

Nach der Pause gab es vor einem weiteren Treffer zunächst eine wohl bittere Knieverletzung: Bryan Henning, einer von vier Neuen in Halbzeit zwei, musste den Kunstrasen bereits nach weniger als einer Viertelstunde schon wieder verlassen und dabei gestützt werden. Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor.

Luca de Meester, ebenfalls in der Pause gekommen, sorgte dann mit einem sehenswerten Solo und feinem Heber für das 4:0, das bereits den Endstand bedeutete.

„Rein sportlich bin ich zufrieden, die Jungs haben von der ersten minute an konzentriert gearbeitet. Bei einem Landesligisten die nächste Runde zu erreichen, kann man ja auch erwarten “, sagt Janßen nach Abpfiff. „Aber die Verletzung von Bryan Henning sieht wirklich nicht gut aus, ich fürchte, das Spiel müssen wir bitterbös bezahlen.“

Viktoria Köln: Ben Voll – Jonah Sticker, Moritz Fritz, David Kubatta – Patrick Koronkiewicz, Flo Engelhardt (46. Bryan Henning, 59. Stefano Russo), Niklas May (46. Simon Handle) – Suheyel Najar, Donny Bogicevic (46. Luca de Meester) – Seokju Hong, André Becker (46. Valdrin Mustafa)

Tore: 0:1 André Becker (21.), 0:2 Donny Bogicevic (29.), 0:3 Seokju Hong (33.), 0:4 Luca de Meester (67.)

Zuschauer: 538

Schiedsrichter: Nico Fuchs

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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