Wenn der Tabellendritte auf den Tabellenvierten trifft, verspricht alleine diese Paarung schon ein attraktives Fußballspiel. Wenn dann noch die Namen der beiden Vereine, nämlich unser FC Viktoria Köln und Alemannia Aachen, dazukommen, kann man sich als Zuschauer definitiv auf ein Saisonhighlight freuen.

Unsere Viktoria scheint sich nach der bitteren Auswärtsniederlage in Rödinghausen mit dem 3:1 in Wiedenbrück rehabilitiert zu haben und zeigte eine durchweg verbesserte Leistung. Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können, allein Keeper Marius Weeke verhinderte weitere Gegentreffer. Dazu machte unser Kapitän Mike Wunderlich seine ersten beiden Saisontore. Er brennt nun darauf, wie im letzten Jahr wieder an die Spitze der Torschützenliste zu gelangen, an der momentan mit Marlon Ritter (Fortuna Düsseldorf II), Kevin Hagemann (Wuppertaler SV) und Mergim Fejzullahu (Alemannia Aachen) gleich drei Spieler mit jeweils drei Treffern stehen.

Apropo Fejzullahu, der 23-jährige Albaner wird auch am Samstag versuchen, unserer Defensive das Leben schwer zu machen, wenn er mit seinen Aachenern in den Sportpark Höhenberg (Anpfiff 14:00 Uhr) kommt. Die spielen bislang eine solide Saison und stehen noch ohne Niederlage auf Rang 4 der Tabelle, nur ein Platz hinter unserer Viktoria.  
Dabei war in der letztjährigen Spielzeit trotz guter sportlicher Leistungen überhuapt nicht klar, in welcher Liga die Alemannen denn dieses Jahr spielen werden. Im März meldete der Verein Insolvenz an, in Zuge dessen gab es neun Punkte Abzug, die Mannschaft landete am Ende auf Rang 7 (ohne Abzug auf Platz 5).
Mit deutlich gekürztem Spieleretat und insgesamt 500.000€ weniger ging der Verein dann die aktuelle Saison an – und, für viele überraschend, erneut mit Trainer Fuat Kilic. Dieser hatte im März aufgrund der fehlenden Perspektive und der damaligen Situation erst bekanntgegeben, dass er seinen auslaufenden Vertrag zum Saisonende nicht verlängern wolle. Überraschenderweise gab es dann im Mai den Umschwung und Kilic, dem die Alemannia richtig ans Herz gewachsen sei, steht auch jetzt noch an der Seitenlinie auf dem Tivoli.

Und das läuft bis jetzt durchaus erfolgreich. Einem 1:1 bei den starken Amateuren von Borussia Mönchengladbach folgte ein 2:2 beim SC Verl, in dem ein 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben wurde. In der letzten Woche holte die von Nils Winter angeführte Mannschaft den ersten Saisonsieg, der SV Rödinghausen wurde mit 3:1 aus dem Stadion geschossen.

Man darf also erwarten, dass Alemannia es unserer Viktoria nicht leicht machen wird, die drei Punkte in Köln zu behalten. In der letzten Saison gewann die Antwerpen-Elf zunächst mit 1:0 in Aachen, das Rückspiel ging allerdings zuhause mit 2:1 verloren.
Wir freuen uns in jedem Fall auf das Aufeinandertreffen, denn auch auf den Rängen wird einiges los sein! Die Gäste sind dafür bekannt, immer viele Fans mitzubringen – da sollten wir dagegenhalten! Außerdem gibt es ja auch noch unser neues Halbzeitspiel, bei dem es einen Ford Fiesta von Autohaus Kierdorf zu gewinnen gibt. Also nichts wie ab in den Sportpark Höhenberg, um 14:00 Uhr geht es am Samstag los!

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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