Mannschaft der Stunde

Meppen ist die Mannschaft der Stunde. Eigentlich wären die Emsländer in der letzten Spielzeit abgestiegen. Weil aber der KFC Uerdingen nach einer Insolvenz zwangsabsteigen musste, blieb Meppen in der Liga. Und feiert jetzt ein furioses Comeback. In den letzten fünf Spielen holten sie vier Siege, es gab lediglich eine Niederlage (2:3 gegen den 1. FC Magdeburg).

Favoritenschreck

Meppen gewann zuletzt 1:0 gegen BVB II, holte ein 2:2 gegen Saarbrücken, bezwang den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Nur der 1. FC Magdeburg konnte die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt schlagen. Auffällig: Meppen ging zehnmal in Führung, holte sieben Siege.

Torjäger Tankulic

Der offensive Mittelfeldspieler hatte im Sommer bereits bei Türkgücü unterschrieben. Als Meppen dann am grünen Tisch die Liga halten konnte, sagte er den Münchnern ab und blieb im Emsland. Der 30-Jährige ist mit vier Treffern aktuell der beste Torschütze, dahinter folgen drei Spieler mit je zwei Toren. Die 18 Saisontreffer verteilen sich auf elf Spieler.

Anfällige Abwehr

Von den ersten 12 Mannschaften hat Meppen mit 20 Gegentreffern die schlechteste Abwehr. Ins Kontor schlug dabei vor allem die 0:5-Niederlage gegen Waldhof Mannheim.

Trainerlob

Rico Schmitt ist bereits seit 2021 Trainer in Meppen. Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen lobt die Arbeit seines Kollegen. „Rico hat eine echte Einheit geformt, ein starkes Kollektiv mit charakterstarken Spielern. Besonders ihr Umschaltspiel ist gefährlich. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Heißes Pflaster

Seit 2014 heißt das Meppener Stadion Hänsch-Arena. Zwischen 1987 und 1998 erlebte das damalige Emslandstadion in der 2. Liga seine erfolgreichste Zeit. Unter dem damaligen Trainer Horst Ehrmanntraut wäre den Meppenern in der Saison 1994/95 fast der Aufstieg in die 1. Liga geglückt. Ein Jahr später schlugen die Emsländer Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal mit 6:1. Die Arena gilt als Hexenkessel, die Fans stehen wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft. Zuletzt waren beim 1:0-Sieg gegen BVB II 8000 Zuschauer im Stadion, „die bedingungslos hinter ihrer Mannschaft stehen“, sagt Janßen, der live vor Ort war.

Corona-Regeln

Am Spieltag werden die Tageskassen für den Heimbereich zwei Stunden vor dem Anpfiff geöffnet. Für den Gästebereich wird es keine Tageskasse geben. Die Stadionöffnung erfolgt zwei Stunden vor Spielbeginn. Um eine frühestmögliche Anreise wird gebeten, um die Einlasskontrollen zu entzerren. Zuschauern mit erkennbaren Symptomen einer Atemwegserkrankung kann der Zutritt zum Stadion verwehrt werden.  Am Eingang wird dann die „2G-Regel“ überprüft. Im Anschluss checkt sich jeder Zuschauer zum Zweck der Kontaktnachverfolgung über die Luca-App bzw. mit dem Kontaktformular ein. Die dafür notwendigen QR-Codes sind ausreichend an den Eingängen platziert

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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