Mit 1:1 trennen sich Viktoria Köln und der SC Verl am Mittwochabend in der Sportclub-Arena. Damit verabschiedet sich die Mannschaft von Olaf Janßen mit 4 Punkten aus 2 Spielen in die Winterpause. In Halbzeit zwei ging Verl zunächst in Führung, André Becker traf anschließend zum 1:1-Endstand.

Vor dem Spiel: Unterschiedlicher hätten die Vorzeichen der beiden Teams kaum sein können. Während der SCV zuletzt zweimal verlor und damit eine lange Serie ungeschlagener Partien beendete, gewann Viktoria zuletzt gegen den FC Pesch (3:1) und Freiburg (2:0) erstmals seit Ende Oktober. Während Verl die Hinrunde auf Rang 5 beendete, geht Viktoria als 14. in die Rückserie. 

Veränderungen: Simon Handle und Chris Greger standen Olaf Janßen wie auch am Sonntag nicht zur Verfügung. Der Chefcoach veränderte seine Startelf im Vergleich zum 2:0-Sieg nicht.

Verlauf des Spiels: Viktoria machte sehr früh Druck. Schon nach weniger als 60 Sekunden kam Luca Marseiler zu seiner ersten Torgelegenheit (1.). Dann ein Rückschlag für die Gastgeber, Kapitän Mael Corboz musste angeschlagen raus. Doch die beste Chance hatte Luca Marseiler, dessen Schuss in die lange Ecke Luca Unbehaun glänzend parierte (25.). Auch Lorch scheiterte nur knapp am Führungstreffer, der Verteidiger traf per Kopf den Außenpfosten (32.).

Zur Pause brachte Verl-Coach Alexander Ende mit Oliver Batista Meier und Lars Lokotsch seine gefährlichsten Angreifer und sah eine nun stärkere Westfalen-Mannschaft. Und es war tatsächlich der eingewechselte Lokotsch, der den SCV-Führungtreffer durch Marcel Benger per Kopf vorbereitete (69.). Doch die Schäl-Sick-Jungs bewiesen erneut Moral, kamen zurück und erzielten den Ausgleich: Luca Marseiler kam mit viel Tempo über die rechte Seite durch in den Strafraum, wo André Becker in perfekter Mittelstürmer-Manier auf das Zuspiel wartete und zum 1:1 einschob (73.). Anschließend verpasste Florian Engelhardt per Schuss aus der zweiten Reihe nur knapp das 1:2 (77.) und ging in der neunminütigen Nachspielzeit vorzeitig in die Duschen, sah die Gelb-Rote Karte (90.+6).

Viktoria-Aufstellung: Ben Voll – Michael Schultz, Jeremias Lorch, Lars Dietz – Patrick Koronkiewicz (84. Jonah Sticker), Stefano Russo, Florian Engelhardt, Niklas May (90.+6 David Kubatta) – David Philipp, Luca Marseiler (84. Valdrin Mustafa), André Becker 

Tore: 1:0 Marcel Benger (69.), 1:1 André Becker (73.)

Gelbe Karten: 
Verl: Marcel Mehlem, Patrick Kammerbauer, Barne Pernot
Viktoria: Jeremias Lorch, Patrick Koronkiewicz, Florian Engelhardt (Gelb-Rot)

Zuschauer:innen: 1.776

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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