Am Samstag kommt die SG Dynamo Dresden in den Sportpark Höhenberg (Anpfiff 14.00 Uhr). Gegen den Tabellenführer zu bestehen, der sechs seiner letzten sieben Spiele gewann, wird eine echte Herausforderung für die Viktoria. Denn während sich Dynamo mit einem 4:1-Sieg am Dienstag gegen den SC Verl selbst die Wintermeisterschaft bescherte, verlor der Klub von der Schäl Sick die letzte Partie gegen den KFC Uerdingen mit 0:2.

Nach dem 4:1-Heimerfolg über den SC Verl war Dynamo-Trainer Markus Kauczinski sichtlich glücklich. „Für den Sieg heute erhalten wir mit Sicherheit keinen Schönheitspreis. Das ist aber nicht wichtig. Was zählt, sind die drei Punkte.“ Möglich gemacht wurde der Heimerfolg durch drei Tore in zehn Minuten in der zweiten Halbzeit von Patrick Weihrauch, Ransford Königsdörffer und Julius Kade. Letzterer sah ebenfalls wie sein Trainer das Spiel weit ausgeglichener, als das Ergebnis vermuten ließ: „Verl hat in der ersten Hälfte ein Megaspiel gemacht.“

Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev sprach seinem Gegner, dem KFC Uerdingen, nach dem 0:2 am Mittwoch ebenfalls ein Lob aus. „Dass wir heute nicht überzeugen konnten, liegt nicht nur an uns, sondern auch an der Leistung Uerdingens“, sagte der Rekordcoach der 3. Liga in der Pressekonferenz nach der Partie. Der Cheftrainer haderte zudem mit der Defensivleistung nach ruhenden Bällen: „Wir haben Probleme bei Standardsituationen gehabt. Uerdingen hat sich ebenso wenige Torchancen erarbeitet wie wir, dennoch steht es am Ende 0:2 und nicht 0:0. Unter dem Strich: kein gutes Spiel von uns.“

Somit bleibt der Viktoria nur zu hoffen, dass Pavel Dotchev in der verbleibenden Zeit seine Mannschaft gut auf den Tabellenführer einstellt. Für die Höhenberger ist es das erste Aufeinandertreffen mit dem achtfachen DDR-Meister. Doch für den Cheftrainer der Viktoria geht es bereits zum 14-mal gegen Dynamo Dresden. Siebenmal blieb er dabei unbesiegt.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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