Kerniger Typ mit weichem Herz. Gestatten: Heiner Lauterbach. Kölscher Jung. Sohn des Sanitärunternehmers Hans Lauterbach. Charakterschauspieler. 1985 Hauptrolle in der Komödie „Männer“. Es ist der Beginn einer großartigen Karriere. Lauterbach startet durch…

Neben der Schauspielerei schlägt sein Herz für den Fußball. Und das hat genug Platz für zwei Klubs: den 1. FC Köln und die Viktoria. „Der FC ist ein riesiger Verein, der seit Jahren emotionale Achterbahnfahrten hinter sich hat“, sagt der Superstar, „dafür ist es bei der Viktoria etwas ruhiger und familiärer. Das macht aber den speziellen Reiz aus. Ich denke, dass so eine große Stadt sehr gut zwei Profivereine verträgt. Die Viktoria macht einen richtig guten Job und könnte im Schatten des FC Kult werden.“

In der Gaststätte „Em Hähnche“ traf Lauterbach Günter Pütz. Der Präsident der Viktoria überreichte dem 68-Jährigen, seit 2013 Ehrenmitglied der Höhenberger, ein schwarzes Ausweichtrikot sowie einen Fanschal. Bestens eingedeckt trat der Schauspieler anschließend die Rückreise zum Starnberger See an, wo er mit seiner Familie lebt. Fehlt ihm die Heimat? Das kölsche Lebensgefühl? „Ich bin beruflich viel unterwegs, Starnberg ist mein Anker. Aber ich versuche so oft es geht, meine Heimat zu besuchen. Und beim nächsten Mal werde ich auch wieder live in Höhenberg ein Spiel der Viktoria besuchen. Versprochen.“

Selbstverständlich hält er sich stets am Laufenden, fiebert mit, wenn die Truppe von Cheftrainer Olaf Janßen um drei Punkte kämpft. „Der Sieg gegen Halle war ungemein wichtig“, so Lauterbach, „die Spieler haben großen Willen und Leidenschaft gezeigt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Mannschaft gefunden hat und immer stärker wird. Ich traue der Viktoria noch einiges zu in dieser Saison.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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