In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler vom FC Viktoria Köln genauer vor. Heute: André Dej.

Er ist ein Fußballer mit sehr viel Potenzial. Im rechtsrheinischen Stadtteil Holweide geboren, wurde das schon früh klar. „Ich war vier Jahre alt und habe damals bei Viktoria Buchheim mit dem Fußballspielen angefangen“, erinnert sich Dej. „Meine Eltern wohnen dort, ich bin dort groß geworden. Daher war Buchheim naheliegend.“

Bereits nach einem halben Jahr wurde er dann von Bayer Leverkusen gesichtet. „Dort war ich dann viele Jahre. Danach, in der U 17, bin ich nach Duisburg gegangen – für vier Jahre.“ Da seine Eltern in Polen geboren wurden, war es nicht verwunderlich, dass man auch beim polnischen Fußballverband auf ihn aufmerksam wurde. „Damit ich in der Nationalmannschaft Polens spielen konnte, habe ich damals einen polnischen Pass beantragt. Daher habe ich beide Staatsangehörigkeiten: die deutsche und die polnische“, blickt der heute 28-Jährige zurück. So kann er auf einige Länderspieleinsätze für die U 15 bis U 19 mit dem goldgekrönten weißen Adler auf der Brust zurückschauen.

Nach seiner Zeit beim MSV Duisburg – mit dem Regionalligaaufstieg der zweiten Herrenmannschaft – wechselte Dej zu den Sportfreunden Siegen, dann zu Viktoria Köln, dann zu den Sportfreunden Lotte und schließlich in die 2. Bundesliga zu Jahn Regensburg. Dort kam der Mittelfeldspieler nicht zum Zug.

Deshalb fiel ihm die Entscheidung, zurück nach Köln zu kommen, leicht. „Wenn man Kölner ist und hier geboren wurde, muss man nicht zweimal überlegen. Ich kannte den Verein und das Umfeld. Meine Familie ist von hier, meine Freunde sind hier“, sagt Dej, der mit dem Drittliga-Aufstieg der Höhenberger den Weg zurück in die Domstadt fand. Sein Ziel: „Ich wollte halt einfach wieder Spaß haben am Fußball.“

Da sich Viktoria Köln schon im Vorfeld sehr um Dej bemüht hatte, wurde der Wechsel nach dem Aufstieg in die 3. Liga in trockene Tücher gebracht. Dennoch hatte der Mittelfeldmann nach der Rückkehr einige Startschwierigkeiten. „Ich habe mir schon mehr erhofft und der Verein sicherlich auch. Ich wollte natürlich mehr Spiele machen. Die Gründe, warum das nicht ging, hängen wahrscheinlich mit der Zeit in Regensburg zusammen. Da habe ich ein Jahr lang nicht Fußball gespielt – oder nur im Training. Daher musste ich viel aufholen, auch physisch“, sagt Dej selbstkritisch.

„Aber jetzt bin ich guter Dinge, dass ich auf einem guten Level bin und der Mannschaft weiterhelfen kann.“ Daher habe er sich bis zum Saisonende noch eine Menge vorgenommen. Allerdings ist er auch Realist. „Das Ziel der Viktoria ist der Klassenerhalt. Und dazu will ich meinen Beitrag leisten“, so Dej. „Wir spielen gegen den Abstieg. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung vom Fußball. Für uns geht es ums Überleben. Wir müssen so viele Spiele wie möglich gewinnen und vier Mannschaften hinter uns lassen. Dafür haben wir noch 15 Spieltage Zeit. Wir fahren deshalb gut damit, von Spiel zu Spiel zu denken.“

Und auch im Privatleben hat Dej in diesem Jahr noch eine Menge vor. Denn seine Hochzeit steht an. „Ich bin verlobt mit Carolin, wir heiraten im Juni. Ich bin mit 28 Jahren nicht mehr der Jüngste, da wird es auch langsam Zeit“, scherzt er. Dej interessiert sich neben dem Fußball auch für Eishockey. „Ich schaue gerne die Spiele der Kölner Haie“, verrät er. Viel Zeit für weitere Hobbies bleibt nicht. Dej: „Ich spiele ab und zu Tennis. Ansonsten bin ich aber eigentlich eher zu Hause und oder bei Freunden.“

Viktoria – Das V steht für Vussball!

Eintrittskarten für die Drittliga-Heimspiele der Viktoria sind im Online-Ticketshop, in der Viktoria-Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg und in den bekannten Vorverkaufsstellen (bitte die jeweiligen Öffnungszeiten beachten) erhältlich.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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