Pokal-Doppelpack adé – Fokus auf Liga & Münster

Nach zwei packenden Pokalspielen kehrt der Ligaalltag zurück nach Höhenberg. Mit dem SC Preußen Münster wartet eine denkbar schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Marian Wilhelm.

Dass in Schafhausen das zurückliegende DFB-Pokalspiel auf den Rängen bei beiden Fanlagern Thema sein würde, war bei der Auslosung kaum denkbar gewesen. Noch zu präsent war die Beinahe-Sensation gegen Nürnberg aus Viktoria-Sicht, einzig das Glück fehlte.

Ein dominantes Spiel mit vielen guten Chancen und einem Comeback-Moment in der Nachspielzeit – doch mit dem fehlenden Glück im alles entscheidenden Elfmeterschießen. So kann das Resümee des DFB-Pokal-Erstrundenspiels gegen den 1. FC Nürnberg, der als Tabellenführer der 2. Bundesliga auf die Schäl Sick kam, lauten.

Die anschließende Pflichtaufgabe bei Union Schafhausen ging Marian Wilhelm nach den intensiven 120+x Minuten, die gegen Nürnberg zu bestreiten waren, mit einer komplett veränderten Startelf an. Noah Maboulou traf früh, die Gastgeber aus der Landesliga glichen in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs vom Punkt aus. In Hälfte zwei machten die Treffer von Pascal Fallmann und Niklas Castelle sowie zwei Eigentore das Weiterkommen für das rote V klar.

Knappes DFB-Pokal-Aus gegen einen Zweitligisten und das Weiterkommen unter der Woche im Landespokal – auch Preußen Münster geht mit diesem Zwischenstand der noch laufenden Englischen Woche in den Abschluss des 3. Spieltags der 3. Liga.

Gegen den Karlsruher SC führte das Bundesliga-Gründungsmitglied lange, musste sich letztlich aber mit 1:2 geschlagen geben. Im Länderpokal gab man sich keine Blöße, Westfalenligist SSV Buer schickte man mit einem 10:0-Endergebnis heim.

Insgesamt hat man im Münsterland turbulente Jahre hinter sich. Nachdem der SCP von 2011 bis 2020 Teil der 3. Liga war, kehrte er 2023 als Regionalliga-Aufsteiger zurück in die dritthöchste Spielklasse. Überraschend schaffte das Team um den damaligen Cheftrainer Sascha Hildmann den Durchmarsch und stieg als Vizemeister hinter Ulm, das ebenfalls aus der Regionalliga gekommen war, in die 2. Bundesliga auf.

Anders als der SSV schaffte Preußen dort aber den Klassenerhalt auf Tabellenplatz 15. Die vergangene Spielzeit gestaltete sich allerdings deutlich schwieriger, unter Alois Schwartz musste man als Letzter im Tableau wieder den Gang in Liga 3 antreten. Mit einem veränderten Spielerkader und einem neuen Coach geht Münster nun die Aufgabe an.

Thomas Wörle übernahm zum 1. Juli das Zepter beim SCP. Seit seinem Aus beim SSV Ulm, den er zuvor aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga gebracht hatte, im März 2025, war der 44-Jährige vereinslos. Der Saisonstart mit seinem neuen Klub ist ihm bis dato geglückt. Das Auftaktspiel in Wiesbaden gewann man mit 3:1, anschließend holte man beim 1:1 gegen Ingolstadt daheim einen Punkt.

Am selben Wochenende, also noch vor dem Pokal-Doppelpack, fuhr die Mannschaft aus Köln-Höhenberg in Großaspach beim VfB Stuttgart II ihren ersten Erfolg ein. Mit 3:1 gewann das Team im Schwabenländle und belohnte sich nach einem starken Auftritt am Sonntag um 19:30 Uhr. Die Uhrzeit scheint für Viktoria gebucht zu sein, am Sonntag geht’s ebenfalls als letztes Team des Spieltags an den Start. Zwar wenig fanfreundlich, aber hoffentlich von Erfolg gekrönt.

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