2. Runde im Bitbuger-Pokal. Die Reise unserer Viktoria geht zum SSV Bornheim. Bezirksligist. Auf dem Papier eine leichte Aufgabe. Aber was heißt das schon im Pokal. Man kennt ja die abgegriffene Floskel: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Zum Beispiel diese: Kunst- statt Naturrasen. Länge: 92 Meter. Breite: 60 Meter. Ziemlich kurz, ziemlich eng, aber gerade noch so in der vorgegebenen Norm. Dazu: Dämmerlicht statt helles Flutlicht. Und 1.000 Zuschauer, die auf die große Sensation hoffen. Und noch eine Kleinigkeit: Bornheim ist seit elf Spielen wettbewerbsübergreifend ohne Niederlage. Genug Warnungen für Trainer Olaf Janßen, der ankündigt: „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter. Wir gehen die Partie an wie ein Drittligaspiel.“

Seine Jungs hören auf ihren Chef. Gewinnen souverän 5:1 und ziehen in die 3. Pokalrunde ein. 

Pünktlich um 19 Uhr gehts los. Erste Duftnote von Niklas May, sein Linksschuss wird abgeblockt. In Minute neun klingelt es dann zum ersten Mal: Albert Bunjaku lauert am langen Pfosten, der Ball segelt ihm entgegen und er braucht nur noch einzunicken. Unsere Viktoria mit der frühen Führung.

Klar, das sorgt für Sicherheit. Der Ball läuft gut und sicher durch die eigenen Reihen, gefühlte 90 Prozent Ballbesitz sind die Folge. Aber es dauert bis zur 26. Minute, bis wir die nächste Chance haben. Den Rechtsschuss von Moritz Fritz kann Bornheims Keeper Luca Degen entschärfen. Und nur zwei Minuten später scheitert auch Patrick Sontheimer nach einem tollen Konter am Torwart des Gastgebers.

Torchancen sollte man nutzen. Und wenn nicht, kann es sich schon einmal rächen. Minute 42: Bornheims Torjäger Samir Malaab schlägt mit seinem linken Fuß einen seiner gefährlichen Freistöße, Elias Bördner kann nicht klären, plötzlich steht Mohamed Zaim allein vor unserer Kiste und versenkt aus sechs Metern. Der völlig überraschende Ausgleich ist perfekt. Und es kommt noch dicker für die Viktoria: Aaron Brezel hat einen Schlag abbekommen, muss verletzt den Platz verlassen.

Aber wir schlagen zurück. Und wieder heißt der Torschütze Albert Bunjaku. Eine Flanke von Niklas May versenkt er kurz vor der Pause eiskalt. Mit einer 2.1-Führung geht es in die Kabine.

Und nach der Pause ist die Viktoria wieder hellwach. Wieder ein Blitzstart. Traumhafter Eckball von Simon Handle, Moritz Fritz schraubt sich hoch, nickt ein und sorgt für die beruhigende 3:1-Führung. Jetzt läuft es wie geschmiert. Vor allem für Albert Bunjaku. Er zeigt eindrucksvoll, dass er seinen Torriecher nicht verloren hat. Staubt in Minute 56 zum 4:1 aus Viktoria-Sicht ab und schnürt damit einen Dreierpack.

In der 80. Minute wechselt Janßen Luca de Meester ein. Für den Offensivspieler aus der eigenen U 19 ist es der erste Einsatz bei den Profis. Das wäre eigentlich schon eine wunderbare Geschichte. Die allerdings noch schöner wird, weil der 17-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs nach nur 240 Sekunden das 5:1 aus Viktoria-Sicht besorgt (84.).

Fazit: Souverän in die dritte Pokalrunde eingezogen. Abgeklärter Sieg der Viktoria, der auch höher hätte ausfallen können.

Aufstellung: Elias Bördner, Florian Heister, Alexander Höck, Aaron Brezel (ab 44.: Maximilian Rossmann), Moritz Fritz (ab 64.: Ilhan Altuntas), Niklas May (ab 46.: Daniel Buballa), Jeremias Lorch, Patrick Sontheimer, Benjamin Hemcke, Simon Handle (ab 80.: Luca de Meester), Florian Heister (ab 64.: Tim Schirmer), Albert Bunjaku

Tore: 0:1 Albert Bunjaku (9.), 1:1 Mohamed Zaim (42.), 1:2 Albert Bunjaku (45.), 1:3 Moritz Fritz (52.), 1:4 Albert Bunjaku (56.), 1:5 Luca de Meester (84.)

Zuschauer: 1000

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