Knapper 1:0-Sieg gegen Weiden. Viktoria steht im Viertelfinale

8.12.2021

Knapper 1:0-Sieg im Pokal gegen den SV Weiden. Die Viktoria hat das Viertelfinale des Bitburger-Pokals erreicht. Nicht gerade leckere Fußballkost, die der hohe Favorit im Kölner Westen ablieferte. Aber Hauptsache weitergekommen.

Wieder so ein typisches Spiel David gegen Goliath. Für den Kreisligisten ist es selbstverständlich „das Spiel des Jahres“. Für unsere Viktoria dagegen eine gute Gelegenheit, nach der jüngsten 0:4-Niederlage auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern Selbstvertrauen zu tanken, um kommenden Samstag in Höhenberg dem Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig (14 Uhr) einen großen Kampf zu liefern. Cheftrainer Olaf Janßen: „Das ist Pokal. Deshalb nehmen wir die Sache sehr ernst. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie professionell auftritt und vom Anpfiff an deutlich macht, dass wir aus der dritten Liga kommen.“

Natürlich hat er seine erste Elf im Vergleich zur Partie in Lautern bunt durchgemischt. Um Spielern, die zuletzt nicht im Kader standen, Spielpraxis zu geben. Aber ihnen auch die Möglichkeit zu geben, um sich für die Startelf gegen Braunschweig aufzudrängen.

Dann geht’s los. 643 Zuschauer sind nach Weiden auf die Sportanlage gekommen, um die mögliche Sensation live zu sehen. Der Heimbereich ist ausverkauft, der Weidener Anhang peitscht den krassen Außenseiter 90 Minuten lang nach vorne.

Natürlich beherrschen wir die Partie, lassen Ball und Gegner laufen. Aber der Gastgeber stellt geschickt die Räume zu, lauert auf Konter. Und beinahe hätte es bei uns im Kasten geklingelt. Aaron Berzel unterläuft ein leichter Fehler, der Weidener Niklas Boedts steht allein vor dem Viktoria-Tor, zielt aber ungenau. Der Ball fliegt über unser Tor.

Die Großchance für den Gastgeber rüttelt die Viktoria wach. Nikolaj Möller hat nach 22 Minuten die große Chance zur Führung. Sein Schuss knallt aber gegen die Unterkante der Latte.

Kurz vor der Pause ist es dann so weit. Einen Schuss von Benjamin Hemcke kann Weidens ansonsten starker Keeper Martin Vazquez nur abklatschen, Möller ist zur Stelle und staubt in Minute 41 zur 1:0-Führung ab.

Dann sollte der Dosenöffner gewesen sein. Aber auch nach der Pause lässt die Gegenwehr der Weidener nicht nach. Wir rennen an, kommen zu Chancen. Youssef Amyn trifft neun Minuten vor dem Ende nur den Innenpfosten.

Dann ist es vorbei. Wirklich kein Glanztag unserer Jungs. Da hätte viel mehr drin sein müssen. Die Weidener feiern die knappe Niederlage dagegen wie einen Sieg. Es gibt La Ola vor den eigenen Fans. Unser Cheftrainer sieht nicht gerade glücklich aus. Sagt auf dem Weg in die Kabine kurz und knapp: „Typischer Pokalabend. Hauptsache weitergekommen.“

Samstag gegen Braunschweig muss schon eine gewaltige Leistungssteigerung her, damit die Viktoria gegen den Zweitligaabsteiger eine Chance hat.

Viktoria Köln

Elias Bördner, Paco Koronkiewicz, Aaron Berzel, Alexander Höck, Daniel Buballa (ab 46.: Niklas May), Jeremias Lorch, Benjamin Hemcke (ab 46.: Kai Klefisch), Youssef Amyn, Albert Bunjaku (ab 46.: Luca Marseiler), Simon Handle (ab 63.: Florian Heister), Nikolaj Möller

Tore

41. Minute Nikolaj Möller

Gelbe Karte

Aaron Berzel

Zuschauer

643

Schiedsrichter

Marvin Koll

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