Seit fast einem Jahr ist Viktoria Köln offizielles Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Ab dem 1. Juli 2020 bekommt das NLZ eine neue Leitung. Dann wird der bisherige Leiter Roland Koch die Verantwortung in die Hände von Christoph John (Sportlicher Leiter des NLZ) und Yannik Hohmann (Organisatorischer Leiter des NLZ) übergeben.

Mit Christoph John wird ein erfahrener Fußball-Trainer die Nachfolge von Roland Koch antreten. John arbeitete für den 1. FC Köln, den Wuppertaler SV, Hertha BSC Berlin, den VfL Bochum und Alemannia Aachen. Nach seiner Trainerlaufbahn war der heute 61-Jährige unter anderem an der Sporthochschule Köln als Dozent tätig. Von 2015 bis 2019 zertifizierte er für die Agentur Double PASS im Auftrag von DFL und DFB die Nachwuchsleistungszentren in Deutschland.

Im letzten Jahr folgte er dem Ruf von Roland Koch zu Viktoria Köln. Hier agierte John zuletzt als Nachwuchs-Chefscout. Im Sommer übernimmt er nun die Sportliche Leitung im NLZ. John: „Wir wollen den eingeschlagenen Weg fortführen und uns bei der Weiterentwicklung des NLZ als Ausbildungsverein gezielt auf die individuelle Entwicklung junger Fußballer fokussieren. Dabei richten wir unser Augenmerk auf Talente aus der Region, welche wir ganzheitlich fördern wollen – mit dem Ziel, möglichst viele Nachwuchsspieler in den Leistungsfußball beziehungsweise in unsere 1. Mannschaft zu überführen. Darüber hinaus wollen wir auch die Entwicklung unserer jungen Trainer noch aktiver begleiten. Bei Viktoria haben wir engagierte qualifizierte Coaches, welche bei uns jetzt auch die Möglichkeit bekommen, den nächsten Schritt in ihrer Trainerlaufbahn zu gehen.“

Yannik Hohmann wird den organisatorischen Bereich leiten. Der 26-Jährige hatte diese Aufgabe bereits im Oktober 2019 kommissarisch übernommen. Hohmann studierte Betriebswirtschaft an der Universität Graz und machte seinen Bachelor of Science an der Universität Augsburg, eher er Ende 2018 erstmals für die Viktoria tätig wurde. Bevor er im letzten Jahr nach Köln zurückkehrte, holte er sich unter anderem beim Erstligisten RB Leipzig weiteres Know-how.

In seinen Händen liegt die Koordination der Abläufe im NLZ. Das betrifft neben der Organisation des Spielbetriebs für den kompletten Nachwuchsbereich beispielsweise die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern im schulischen und medizinischen Bereich. „Hier gilt es, die Kommunikation, administrative Abläufe und die Nachhaltigkeit weiter zu verbessern“, weiß Hohmann, der auch als Bindeglied zwischen Geschäftsführung, Vorstand, Teams, Trainern und Spielbetriebs GmbH fungiert.

Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln: „Unsere neue Leitung des Nachwuchsleistungszentrums trägt eine große Verantwortung. Neben der Positionierung als Premiumanbieter fußballerischer Ausbildung auf der rechtsrheinischen Seite gilt es, viele wichtige Dinge außerhalb des Platzes im Auge zu behalten und die nötigen Maßnahmen zu treffen, damit wir dem Nachwuchs entsprechende Perspektiven bieten. Daher haben wir uns bewusst für Christoph John und Yannik Hohmann als Doppelspitze entscheiden. Das NLZ ist mit der neuen Leitung gut aufgestellt.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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