Vorhang auf zur vierten Saison in Liga drei: Viktoria Köln startet am Samstag (14 Uhr/live bei MagentaSport und im Vussballradio Schäl Sick) bei Waldhof Mannheim in die neue Spielzeit.

„Wir hatten eine sehr intensive Vorbereitung, da musste schon der ein oder andere durchs Tal der Tränen gehen“, erklärt Cheftrainer Olaf Janßen (55). „Das gehört dazu, und das haben die Jungs super angenommen. Jetzt freuen wir uns, dass das erste Spiel vor der Tür steht und die Vorbereitung auch ein Ende hat. Das ist ja nicht unbedingt das Rosinchen im Vussball.“

Mit Mannheim wartet gleich zum Saisonstart eines der Schwergewichte der Liga auf die Viktoria, die Kurpfälzer hatten im Vorjahr den Aufstieg innerhalb von zwei Jahren als klares Ziel definiert, peilen diesen also nun endgültig an. „Das ist ja auch berechtigt, sie haben in den letzten beiden Spielzeiten eine sehr gute Rolle in der Liga gespielt, waren in der abgelaufenen sehr lange oben dran. Von daher ist das ja ein realistiches Ziel, das die Mannschaft sich setzen kann“, so Janßen: „Sie haben einen sehr ausgeglichenen Kader, extrem gefährlich in der Offensive.“

Sein eigenes Team sieht der Viktoria-Cheftrainer auf einem guten Weg, besser abzuschneiden als in der Vorsaison und am Ende bestenfalls einen einstelligen Platz zu belegen: „Wir haben eine gefestigte Mannschaft, man spürt, dass 20 Spieler schon im letzten Jahr dabei waren. Wir wollen in dieser Saison nicht mehr durch diese Leiden gehen wie in der letzten, als wir bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg gespielt haben. Das wollen wir diesmal vorher geklärt haben. Und das traue ich der Mannschaft zu. Im letzten Jahr war es der 13. Tabellenplatz, den wollen wir jetzt verbessern.“

Hinsichtlich der Startelf hat sich der Chefcoach vor Spiel eins für eine Nummer eins im Tor entschieden: „Ben Voll hat in der Vorbereitung gezeigt, warum wir ihn verpflichtet haben. Er ist in seinen jungen Jahren schon sehr weit. Ein kompletter Torwart, der mitspielen kann, was für unser Spiel sicherlich nicht unerheblich ist. Von daher hat er sich durchgesetzt.“

Den Rest der ersten Startformation der Saison kann Janßen noch nicht verraten. Jeremias Lorch (Kreuzbandriss), André Becker (Innenbandanriss im Knie) und Luca Marseiler (Teilriss des Innenbandes am Sprunggelenk) fallen bekanntlich aus, auch für Simon Handle kommt die Partie nach seiner Sprunggelenksverletzung noch zu früh.

„Wir haben einen sehr breit aufgestellten Kader, und von daher werden wir das auch auffangen. Aber ich muss ich sicherlich noch ein paar Überlegungen anstellen, da bin ich noch nicht ganz durch damit, wie wir genau auflaufen“, schildert Janßen, der einen stimmungsvollen Start erwartet: „Es ist das erste Spiel, keiner weiß, wo seine Mannschaft tatsächlich steht. Fakt ist, dass es ein perfekter Rahmen sein wird mit einem vollen Stadion. Mannheim wird sicherlich läuferisch alles raushauen. Wir sollten uns darauf einstellen, dass uns da eine Wucht erwartet. Dem müssen wir uns stellen, um am Ende des Tages auch unser Spiel durchzudrücken. Das ist eine Riesenherausforderung, aber wir freuen uns alle drauf.“

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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