Bittere Auftaktniederlage für die Viktoria: Als man in der Schlussphase bereits zumindest auf einen Punkt hoffen durfte, holte sich Aufstiegsaspirant Waldhof Mannheim mit mehr Gier und zwei späten Treffern doch noch den ersten Heimdreier, siegte letztlich 3:1.

Mit den Verletzten André Becker und Luca Marseiler sowie Simon Handle (Aufbautraining) und Kapitän Marcel Risse (private Gründe) fehlten gleich vier Offensivkräfte in Olaf Janßens Kader, Defensivallrounder Jeremias Lorch (Kreuzbandriss) fällt bekanntlich für den Rest des Jahres aus. „Unser Fundament fehlt, aber heute ist das zu 100 Prozent meine Mannschaft, wir wollen hier alles raushauen“, ging Janẞen die Partie trotzdem voller Optimismus an.

Doch zunächst musste Ben Voll zeigen, warum er als Nummer eins in die Saison geht: in der dritten Minute parierte der neue Viktoria-Torwart stark gegen den aus spitzem Winkel frei auf ihn zustürmenden Baris Ekincier.

Den ersten gefährlichen Abschluss der Viktoria hatte Youssef Amyn (13.), der Waldhof-Keeper Morten Behrens mit seinem Schlenzer ins lange Eck aber zunächst nicht vor allzu große Probleme stellen konnte.

Die Gastgeber spielten fortan leicht überlegen, ohne dies jedoch in glasklare Chancen ummünzen zu können. So kam die Viktoria in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch zu einem gefährlichen Konter über Amyn und Philipp, für den der Winkel jedoch zu spitz wurde.

Nach der Pause war Voll im Kölner Tor erneut gefordert, diesmal zeigte er eine starke Fußabwehr gegen Berkan Taz (52.).

Unmittelbar nach einem Kölner Doppelwechsel war Voll dann machtlos, als Ekincier (64.) zur Mannheimer Führung ins Eck schlenzte.

Doch die Höhenberger Jungs ließen sich nicht beirren und schlugen zurück: Nach einer Ecke nutzte U19-Nationalspieler Youssef Amyn die Verwirrung im Mannheimer Strafraum und drückte den Ball zum 1:1 (74.) über die Linie.

Aber in der Schlussphase traf Gerrit Golke (87.) für den SVW mit Hilfe der Unterlatte zur erneuten Führung, und diese sollte die Viktoria nicht wieder ausgleichen können. Im Gegenteil: Nach einem Konter in der Nachspielzeit erhöhte Dominik Kother (90. + 2) auf den 3:1-Endstand.

So musste Janßen einen verdienten Sieg anerkennen und sein Team in die Pflicht nehmen: „Ja, es stimmt, uns haben vier wichtige Säulen gefehlt, aber insgesamt was das viel zu wenig.“ Den Knackpunkt sah Janßen in der Phase nach dem 1:1: „Wir hatten zu leichte Ballverluste, haben den Gegner eingeladen. Bei dem Spielstand muss ich in der Schlussphase mein Leben auf dem Platz lassen.“

Durch die Pause am nächsten Wochenende hat Janßen nun zwei Wochen Zeit, seinem Team die nötige Mentalität bis zum Heimstart gegen Wehen Wiesbaden einzuimpfen.

Viktoria Köln: Ben Voll – Patrick Koronkiewicz, Lars Dietz, Christoph Greger, Niklas May – Moritz Fritz, Patrick Sontheimer (63. Hamza Saghiri) – Kevin Lankford (63. Simon Stehle), David Philipp (79. Federico Palacios), Youssef Amyn (79. Florian Heister) – Seokju Hong

Tore: 1:0 Baris Ekincier (64.), 1:1 Youssef Amyn (73.), 2:1 Gerrit Golke (87.), 3:1 Dominik Kother (90. + 2)

Zuschauerinnen und Zuschauer: 7.868

Gelbe Karten: 

Waldhof Mannheim: Marco Höger (27.), Marcel Seegert (72.)

Viktoria Köln: Christoph Greger (10.), Moritz Fritz (51.)

Viktoria – das V steht für Vussball! 

Weitere aktuelle Nachrichten zu Viktoria Köln finden Sie hier!

Tickets & Fanartikel

#Viktorianer

Weitere Beiträge

Aktuelles

Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

Weiterlesen »
No more posts to show