Für Viktoria Köln steht das Heimspiel gegen den MSV Duisburg an. Für die Gastgeber geht es als Tabellendreizehnter darum, weiter wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet könnten bei einem Erfolg einen gehörigen Schritt in Richtung Wiederaufstieg machen.

Das Hinspiel:

An das Hinspiel wird sich Sebastian Patzler nicht gerne zurückerinnern. Am 16. Spieltag traf die Viktoria in der Schauinsland-Reisen-Arena vor knapp 12.000 Zuschauern auf den MSV Duisburg. Die Gäste gingen durch einen schön herausgespielten Treffer von Albert Bunjaku (24.) in Führung. Vincent Vermej (42.) traf kurz vor Ende der ersten Halbzeit zum Ausgleich. Die umkämpfte Partie endete mit einem Fehlgriff von Torhüter Sebastian Patzler, der einen Freistoß von Lukas Scepanik (85.) durch die Hände rutschen ließ. Besonders schade: Bis dahin hatte der Viktoria-Keeper eine herausragende Leistung gezeigt. Die späte MSV-Führung konnten die Domstädter nicht mehr ausgleichen.

Die aktuelle Lage:

Die Viktoria liegt durch den 3:2-Auswärtserfolg in Jena mit 44 Punkten nun im Tabellenmittelfeld der 3. Liga und hat sich vorerst etwas Ruhe im Abstiegskampf verschafft. Während sich die Offensive der Höhenberger mit 58 Toren als treffsicher erweist, zeigte sich die Defensive auch beim Schlusslicht in Jena anfällig.
Der MSV Duisburg musste sich mit einem torlosen Unentschieden gegen den F.C. Hansa Rostock zufriedengeben und schwächelt im Aufstiegsrennen. Seit dem Re-Start der 3. Liga holte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht nur zwei Siege. Dem stehen vier Unentschieden und eine Niederlage gegenüber. Ein Grund für die Misere ist die große Anzahl an Verletzten.

Die personelle Situation:

In dieser Spielzeit stehen beim Zweitliga-Absteiger 25 Spieler unter Vertrag. Mehrere Stammkräfte fehlen dem MSV derzeit – darunter auch Stürmer Vincent Vermej (29 Spiele, 13 Tore), der sich eine Fußprellung zuzog. Bei Marvin Compper (Wade), dem torgefährlichen Moritz Stoppelkamp (Zerrung), Vincent Gembalies und Sinan Karweina (beide muskuläre Probleme) wird sich erst am Spieltag entscheiden, ob sie spielen. Darüber hinaus muss der MSV auf Arne Sicker (Oberschenkelprobleme), Joshua Bitter (Muskelriss), Sinan Karweina (Zerrung) und Cem Sabanci (Kreuzbandriss) verzichten. Bei den Kölnern fehlt Torwart André Weis und eventuell Abwehrspieler Sead Hajrović, der in Jena angeschlagen ausgewechselt werden musste. Zudem fehlen Mike Wunderlich und Hamza Saghiri aufgrund von Gelbsperren.

Spieler im Fokus – Darius Ghindovean:

Der erst 18-jährige Mittelfeldspieler Darius Ghindovean spielt eigentlich noch in der A-Junioren-Bundesliga. Dort erzielte er in der laufenden Saison sechs Treffer und sorgte für neun Torvorlagen. Durch die personellen Probleme bei den Zebras gab der Nachwuchsspieler beim Spitzenspiel gegen den F.C. Hansa Rostock sein Drittliga-Debüt. Der rumänische U 19-Nationalspieler ist einer der Lichtblicke in der aktuell schwierigen Phase des MSV. Trainer Torsten Lieberknecht attestiert seinem Schützling gute Ansätze und ist froh, mit ihm eine weitere Option in der Offensive zur Verfügung zu haben.

Der Trainer:

Seit über eineinhalb Jahren sitzt Torsten Lieberknecht bei den Duisburgern auf dem Trainerstuhl. Zuvor arbeitete er zehn Jahre lang als Coach für Eintracht Braunschweig. Obwohl er mit dem MSV in der vergangenen Saison aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist, hielten die Duisburger weiter an ihm fest. Bisher zahlt sich das aus. Schließlich stehen die Zebras auf Platz drei. Da Bayern München II nicht aufsteigen kann, ist das derzeit gleichbedeutend mit einem Aufstiegsplatz.  

Die Partie in den Medien:

Anpfiff der Partie ist am Dienstag um 20.30 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Begegnung wird live bei Magenta Sport zu sehen sein. Außerdem werden die Anhänger der Viktoria über die Social Media Kanäle der Höhenberger (Facebook, Instagram, Twitter) auf dem Laufenden gehalten. Live dabei sind auch die Hörer von Radio Viktoria. Das Vereinsradio ist über den Webplayer auf der Homepage der Viktoria verfügbar.

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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