Drei Punkte und Booster-Impfung! Danke, Dr. Zastrow

Dr. Jürgen Zastrow ist kein Mann, dem es schwerfällt, Leute zum Zuhören zu bewegen. In der Halbzeitpause der Drittligapartie Viktoria Köln gegen den Halleschen FC ergreift er das Mikrofon und beginnt mit den Gästen des VIP-Zeltes zu sprechen. Wie wichtig impfen für die Bekämpfung von Corona ist. Dass er Verständnis hat gegenüber denen, die bisher sich einer Impfung verweigert haben. Und dass jeder Impfstoff, der zugelassen worden ist, seine Daseinsberechtigung besitzt.

Dabei klingt die Ansprache des Arztes mit der markanten Fliege nicht oberlehrerhaft oder gar panisch, sondern freundlich und verständlich. So bringt es manch einen Gast zum Lachen, als er von seiner neuesten Taktik erzählt, Erstimpfungen Patienten schmackhaft zu machen: „Ich kaufe eine Familienration ‚Mon Cherie‘ und jeder, der sich impfen lässt, erhält eines.“ Der Arzt weiß, wie man mit Skepsis umzugehen hat, schließlich leitete er selbst bis vor Kurzem das Impfzentrum Deutz.

Zum Schluss lädt Dr. Zastrow alle Stadiongäste ein, nach dem Spiel zu ihm in die Praxis zu fahren, um eine Booster-Impfung zu erhalten. Dieses Angebot wird auch über die Stadionlautsprecher an die Zuschauer weitergegeben. Und sie kommen: Bis in den Abend frischt der Arzt Impfungen in seiner Praxis in Riehl auf. Somit gehen einige der Anhänger der Viktoria nicht nur mit drei gewonnen Punkten nach Hause, sondern auch mit der Gewissheit, etwas sicherer durch den Alltag zu kommen.

Viktoria – das V steht für Vussball!

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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