Damals: Heute vor 41 Jahren – Viktoria zwingt Werder Bremen in die Verlängerung

Dramatik pur! Heute vor 41 Jahren empfing in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der SV Werder Bremen den Klub von der Schäl Sick. Die Gastgeber hatten eine Woche zuvor in der 2. Bundesliga Nord Viktoria Köln noch verdient besiegt und erwarteten ein dementsprechend eindeutiges Spiel. Doch sie hatten die Rechnung ohne Matthias Brücken gemacht.

Am 30. August 1980 verirrten sich grade einmal 4.000 Zuschauer in das Weserstadion zum ersten Spiel der Grün-Weißen im DFB-Pokal. Der Absteiger aus dem Oberhaus hatte nach einem Fehlstart in der 2. Bundesliga Nord drei Siege in Folge einfahren können, darunter auch einen unangefochtenen Erfolg bei der Viktoria aus Köln (2:1). So war es auch für die Bremer-Fans keine Überraschung, als in der 30. Spielminute Benno Möhlmann das erste Tor des Tages für seine Grün-Weißen erzielte. Zur Halbzeit brachte Viktoria-Trainer Ernst-Günter Habig Matthias Brücken in der Offensive. Dieser hatte bereits eine Woche zuvor gegen Werder für Furore gesorgt und kurz vor Abpfiff den Freistoß zum Anschlusstreffer herausgeholt. Doch zuerst waren es die Norddeutschen, die in Person von Erwin Kostedde den Spielstand erhöhten (62.). Die Zwei-Tore-Führung währte allerdings nur wenige Minuten, denn dank Eckhard Fischer kam die Viktoria wieder in Schlagdistanz (67.). Die Kölner witterten nun Morgenluft. Und dann kam der Moment von Matthias Brücken: In der 87. Minute erzielte er den 2:2-Ausgleich für die Höhenberger Jungs. Verlängerung!

SVW-Coach Kuno Klötzer brachte mit dem 21-jährigen Norbert Meier in der Folge einen Neuzugang in die Partie, der in der Liga bisher noch nicht getroffen hatte. Meier erwischte einen Sahnetag und schoss keine drei Minuten nach seiner Einwechslung das 3:2 (99.). In der zweiten Hälfte der Verlängerung erhöhte Uwe Reinders auf 4:2 (106.), doch erneut kamen die Kölner zurück und verkürzten dank Jürgen Jendrossek (109.). Das hitzige Geschehen auf dem Spielfeld entschieden die Werderaner am Ende für sich, denn nach zwei schnellen Toren von Norbert Meier (115.) und Benno Möhlmann (117.) mussten sich die Höhenberger mit 3:6 geschlagen geben. Werder Bremen erreichte das Achtelfinale des DFB-Pokals (Aus nach einer 0:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf) und stieg am Ende der Saison wieder in die Bundesliga auf. Viktoria Köln landete im Mittelfeld der 2. Bundesliga Nord auf Rang 11.

Viktoria – das V steht für Vussball!

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Nach der langen Pause geht’s an den Tivoli

Ungewohnt lang war die 3. Liga-Pause in den vergangenen Wochen, doch nun findet sie ein Ende. Am Sonntag (16:30 Uhr) geht’s für Marian Wilhelm und seine Mannschaft an den Aachener Tivoli. Vor dem Re-Start in der Liga durften sowohl Viktoria als auch die Alemannia unter der Woche im Mittelrheinpokal ran. Beide Mannschaften trafen dabei auf einen Landesligisten: Viktoria gewann mit 2:0 beim SC Blau-Weiß 06 Köln, Aachen setzte sich bereits am Dienstagabend mit 5:0 gegen Grün-Weiß Brauweiler durch. Nun gilt der Fokus wieder der 3. Liga. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus sieben Spielen rangieren die Schäl-Sick-Jungs auf Platz zwei. Auch Aachen ist gut in die Saison gestartet und hat lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic startete mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den SC Verl in die Saison und knüpfte damit an die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit an. Anschließend holte die Alemannia einen Punkt in der Kölner Südstadt (1:1) und verlor daheim gegen Meppen (0:3). Darauf folgten ein 3:0-Sieg in Ingolstadt, ein Heim-Remis gegen Regensburg (2:2), eine knappe Niederlage in Würzburg (0:1) und zuletzt der Heimerfolg gegen Düsseldorf (1:0). Auf Viktoria-Seite gab es mit dem Heimspiel gegen Regensburg (2:5) und der Partie in Essen (0:1) zwei Begegnungen, in denen die Mannschaft nicht als Sieger vom Platz ging. Die starken Leistungen gegen Stuttgart (3:1), Münster (4:1), Rostock (4:0), in Meppen (3:1) und gegen Ingolstadt (3:0) hingegen unterstreichen die starke Frühform der Mannschaft. Auch beim Test in der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln (2:2) überzeugten die insgesamt 23 eingesetzten Viktoria-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es die Aachener, die mit ihrem Sturmduo für Furore sorgten. Lars Gindorf (28 Treffer) und Mika Schroers (21) bildeten den mit Abstand gefährlichsten Doppelsturm der Liga. Während Schroers weiterhin im Aachen-Trikot für Gefahr sorgt, steht Lars Gindorf mittlerweile bei Hannover 96 unter Vertrag. Schroers kommt in der laufenden Saison bislang auf drei Treffer, ebenso wie sein Teamkollege Lukas Scepanik. Das gefährlichste Trio der Liga kommt aktuell aus Köln: David Otto (6 Tore), Niklas Castelle und Lucas Wolf (jeweils 4) stellten ihre Qualitäten zum Saisonstart unter Beweis, insbesondere in der Englischen Woche vor der langen Länderspielpause. Gerade für Castelle dürfte die Partie am Sonntag eine besondere werden: Bevor sich der Offensivspieler im Sommer für den Schritt nach Köln-Höhenberg entschied, spielte er anderthalb Jahre lang als Leihspieler des SSV Ulm für die Alemannia. In 47 Spielen traf er dabei fünfmal. Tickets für das Spiel am Sonntag sind weiterhin erhältlich. Alle Fans, die mit in die Kaiserstadt reisen wollen, finden die wichtigsten Infos wie gewohnt unter www.viktoria1904.de/auswaerts.

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