Auswärts in Ulm – um alles oder nichts?

Das drittletzte 3.-Liga-Spiel der Spielzeit 2025/26 steht vor der Tür: Es geht auswärts nach Ulm. Es geht um drei Punkte – doch wie viel Einfluss haben diese letztlich auf die Endabrechnung der Saison?

Das entscheidet sich möglicherweise schon vor Anpfiff. Ulm steht derzeit auf Rang 18 und hat acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Dort befindet sich die U23 von Hoffenheim, die neben dem FC Saarbrücken (ein Punkt mehr) den rechnerischen Klassenerhalt noch nicht sicher hat. Denn: Neun Punkte sind noch zu holen – Ulm braucht also ebenso wie der TSV Havelse drei Siege zum Saisonabschluss.

Gleichzeitig darf Hoffenheim maximal einen Punkt holen, Saarbrücken keinen mehr. Beide Teams spielen am Samstag bereits um 14 Uhr, das Duell Ulm gegen Viktoria findet anschließend um 16:30 Uhr statt. Möglicherweise könnte die Messe also bereits im Vorfeld gelesen sein.

Für die Jungs von der Schäl Sick ist der Abstieg schon länger kein Thema mehr, der Klassenerhalt steht bereits seit einigen Spieltagen fest. Nach zwei 0:2-Niederlagen in Folge geht es dennoch darum, wieder Punkte einzufahren. In Verl und gegen Cottbus waren die Chancen da, die Tore fielen allerdings nicht. Das soll sich am Samstag ändern.

Dabei kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Pavel Dotchev, Drittliga-Rekordtrainer und einst Coach bei Viktoria, übernahm im November 2025 das Zepter bei den Spatzen, die einen einzigartigen Weg hinter sich haben.

Um diesen zu skizzieren, springen wir zurück zum letzten Duell der beiden Vereine im Donaustadion. Über 15.000 Fans kamen am 4. Mai 2024 zum Heimspiel des SSV. Denn es sollte ein besonderes werden. Nach dem Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga hatte Ulm die Chance auf den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Mit dem 2:0-Sieg gegen die Mannschaft aus Höhenberg war dieser am 36. Spieltag besiegelt.

Nach dem Abstieg 2001 kehrte Ulm also erstmals in die 2. Bundesliga zurück. Statt gegen Viktoria spielte man nun gegen den FC, statt um den Aufstieg ging es um den Klassenerhalt. Diesen verfehlte der SSV, trennte sich während der Saison von Erfolgstrainer Thomas Wörle und musste den Gang zurück in die 3. Liga antreten. Nun droht die Rückkehr in die Regionalliga.

Dabei ist dieses Szenario nicht neu für die Spatzen. Von 1998 bis 2000 schaffte Ulm den Durchmarsch von der drittklassigen Regionalliga Süd bis in die Bundesliga und stürzte anschließend direkt bis in die viertklassige Oberliga ab.

Ulm hat – wenn die Gegner und Konkurrenz mitspielen – noch drei Endspiele vor sich. Das will die Mannschaft von Marian Wilhelm am Samstag verhindern. Denn einen Grund, die Saison abzuhaken, gibt es nicht: Nach dem Duell mit dem SSV stehen noch das letzte Heimspiel der Saison gegen Alemannia Aachen, die Auswärtspartie beim MSV Duisburg und anschließend das Pokalfinale zo Huss gegen die Mannschaft aus der Kölner Südstadt an. Echte Highlights also zum Saisonabschluss. Den Start der „letzten Vier“ macht das Duell am Samstag.

Auswärtsfahrer finden alle Infos unter www.viktoria1904.de/auswaerts

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